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Fedora 24: Doch ohne Wayland als Standard

07.03.2016

Anders als ursprünglich geplant, wird Fedora 24 für Standard-Sitzungen weiterhin X11 verwenden und nicht Wayland. Das ist an Bord, braucht aber noch ein paar Optimierungen vor dem großen Auftritt.

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Die Fedora Workstation Working Group hat beschlossen, die Wayland-Session auch in Fedora 24 nicht zum Standard zu machen. Grund sind noch einige Bugs und fehlende Features in der Implementierung. So funktioniert etwa das Onscreen-Keyboard der Gnome-Shell nicht in Wayland und gibt es Mängel beim Support für die Zugänglichkeit und für Grafik-Tablets.

In einem eigenen Blogeintrag erinnert Gnome-Entwickler Matthias Clasen nochmal an die Vorteile von Wayland. Im Gegensatz zu X11 können sich X-Clients nicht gegenseitig belauschen. X11 sei schlicht nicht für den Fall konstruiert, dass man einem X-Client nicht vertrauen kann. Auch das Protokoll von Wayland sei besser auf Compositing-basierte Anzeigesysteme optimiert. X11 bringe allerlei Überbleibsel mit, die heute niemand mehr brauche.

Nicht zuletzt ermögliche Wayland einige Features, die sich mit X11 nur sehr schwierig umsetzen lassen, Clasen nennt Eingabetransformationen und sanfte Übergänge zwischen composited Desktops und Vollbild-Clients. Er empfiehlt daher, einen Blick auf die Wayland-Session von Fedora 24 zu werfen.

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