Open Source im professionellen Einsatz

FSF: Spenden für ein freies Smartphone

01.08.2013

Die Free Software Foundation (FSF) sammelt Geld, um ein komplett freies Android-System auf die Beine zu stellen.

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Noch immer laufen auch viele Android-Mobilgeräte mit proprietärer Software, wenn auch eher unter der Haube: Zahlreiche Hardwaretreiber und Bibliotheken, die es dem Betriebssystem erlauben, mit einem der Geräte zu kommunizieren, gibt es nur in proprietärer Form. Diese Firmware lässt sich daher nicht ohne weiteres tauschen und einsetzen. Zudem kommen die Geräte bereits ab Werk mit einigen Closed-Source-Programmen.

Das würde die Free Software Foundation gern ändern, aber es kostet Geld: Erst durch die Spende eines Samsung Galaxy Tab 2 konnten die Entwickler dieses Gerät unterstützen. Allein die Hardwarekosten pro Gerät rangieren zwischen 400 und 600 US-Dollar, heißt es in der Ankündigung. Aktuell unterstützt Replicant, das auf Cynogen Mod fußt, bereits 10 Mobilgeräte, darunter Tablets und Smartphones der Galaxy- und Nexus-Reihe. Ganz ohne proprietäre Treiber kommen aber auch diese Geräte noch nicht aus, wie ein Blick auf die Statusseite zeigt. Dafür gibt es mit F-Droid ein Android-Repository, das freie Software enthält.

Die Stiftung hat nun eine Spendenseite eingerichtet, um Geld für die "Befreiung" weiterer Systeme einzusammeln. Spenden sind dort in Form von Bitcoin möglich (13tgjejUJ6NtQVX9HvKz8svdcuWPNwgr5T), aber auch per Kreditkarte oder auf Rechnung. Außerdem sucht das Projekt nach interessierten Entwickler, die bei der Aktion helfen.

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