Ex-Microsoft-Entwickler: Die Zukunft heißt Open Source
Der langjährige Microsoft-Mitarbeiter Keith Curtis kommt in seinem aktuellen Buch über die Zukunft der Software zu dem Schluss, dass Open Source dabei eine maßgebliche Rolle zukommt.
Von 1993 bis 2004 hat der Software-Entwickler Keith Curtis bei Microsoft gearbeitet, er war an den Datenbankprodukten ebenso beteiligt wie an der Entwicklung von Windows, Office oder MSN. Vor wenigen Tagen veröffentlichte er ein Buch mit dem Titel "After the Software Wars". Darin beschreibt er aus der Sicht eines Entwicklers die Software-Entwicklung und ihre zukünftigen Möglichkeiten, von künstlicher Intelligenz bis hin zur Weiterentwicklung von Weltraumreisen.
Die Online-Ausgabe der New York Times hat das Buch für eine Rezension entdeckt und berichtet über den Sinneswandel des ehemaligen Redmond-Angestellten: "Für Mr. Curtis ist die Stärke von Open Source Software und der Grund, warum sie das Zukunftsmodell ist, dass sie die kollektive Intelligenz fördert." Curtis zu freier und proprietärer Software: "Der Unterschied zwischen freier und nicht-freier oder proprietärer Software ist vergleichbar mit dem Unterschied zwischen Wissenschaft und Alchemie. Bevor es Wissenschaft gab, gab es Alchemie. Die Leute versuchten hier, ihre Ideen zu schützen weil sie den Markt beherrschen wollten mit einem Verfahren Blei zu Gold zu machen."
In seiner Zeit bei Microsoft habe man nicht viel über Open-Source-Software gesprochen, und er selbst habe unter Kollegen immer den Standpunkt vertreten, dass proprietäre Software der freien Alternative technologisch immer überlegen bleiben würde. Langeweile sei für ihn der Grund gewesen, das Unternehmen zu verlassen, wie er der New York Times sagte. Erst nach seinem Ausstieg beschäftigte er sich intensiv mit Linux und freier Software.
Curtis hat sein Buch im Eigenverlag auf der Plattform Lulu.com veröffentlicht. Gründer und Chef der Plattform ist Bob Young, ein Open-Source-Veteran, der lange Zeit für Red Hat gearbeitet hat.





