Open Source im professionellen Einsatz

Etcd in Version 2.1

29.07.2015

Bei Etcd handelt es sich um einen quelloffenen, verteilten, konsistenten Schlüssel-Wert-Speicher. Version 2.1 führt eine Authentifizierung ein, läuft stabiler und ermöglicht Echtzeit-Monitoring.

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Den "/v2/auth"-Endpunkt bezeichnen die Macher der Software als das Highlight der aktuellen Version. Er erlaubt die Authentifizierung von Nutzern, was den HTTP-Server, das Kommandozeilentool "etcdctl" und das "etcd/client"-Go-Paket einschließt. Das Feature ist experimentell, die Entwickler wollen aus auf Basis von Feedback verbessern.

Gegen Verzögerungen und Performance-Schwankungen in Netzwerken könne Etcd nichts ausrichten, es nutze Netzwerke nun aber optimaler, indem es den Overhead reduziere und die Kommunikation über den Raft-Konsens-Algorithmus stabiler und effizienter gestalte. Die Raft-Implementierung nutze CPU und RAM effizienter, bringe eine interne Flusskontrolle mit und reduziere Latenzen bei der Kommunikation signifikant.

Etcd 2.1 erlaubt zudem den Einsatz von Log-Leveln und führt einen neuen Metrics-API-Endpunkt ein, der Echtzeitmonitoring und -Debugging ermöglichen soll. Der Endpunkt zeigt Statistiken über das Verhalten und die Ressourcennutzung des Client, auch eher befinde sich noch in einem experimentellen Stadium.

Der Key-Value-Store Etcd eignet sich für den Einsatz in Szenarien, die geteilte Konfigurationen, Dienstentdeckung und koordiniertes Planen nutzen. Er soll sicherstellen, dass Web-Anwendungen auch dann noch laufen, wenn einzelne Server ausfallen. Etcd ist Teil von Core OS, der Quellcode und Binärdateien der neuen Version lassen sich über Github herunterladen.

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