Open Source im professionellen Einsatz

Epic kündigt VR-Modus für Unreal Editor an

08.02.2016

Mit einem VR-Modus für den Unreal Editor will Epic es seinen Entwicklern ermöglichen, VR-Spiele auch direkt in einer Virtual-Reality-Umgebung zu bauen.

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In der Praxis soll die Technologie so aussehen, dass der Entwickler die Brille (wahlweise die HTC Vive oder Oculus Rift) auf dem Kopf hat und in einer Hand ein Tablet mit dem Unreal-Editor-Interface. Mit der anderen Hand wählt er dann die passenden Komponenten aus. Zweck der Übung sei laut Epic, die Produktivität im Umgang mit der Engine zu erhöhen. Dank der höheren Zahl an Freiheitsgraden der Bewegung in der virtuellen Realität würden sich Objekte einfacher und schneller transformieren lassen.

Epic kündigt einen VR-Modus für seine Engine an (Quelle: unrealengine.com).

Epic will die neue Technologie laut einem Blogeintrag Mitte März auf der Games Developer Conference (GDC) in San Francisco vorstellen. Anschließend soll die Technologie auf Github landen und ein festes Feature der Unreal Engine 4 werden. Zwar verliert die Ankündigung kein Wort zum Support für Linux, da die Unreal Engine 4 das freie Betriebssystem aber unterstützt, dürften auch Spiele-Entwickler mit Linux-Maschinen davon profitieren.

Ganz neu ist der Einsatz von VR zum Entwickeln virtueller Gegenstände nicht: Bereits 2013 experimentierten die Ingenieure von Space X, dem Unternehmen von Elon Musk, mit VR-Technologie und Hand-Tracking, um effizienter mit den per CAD erzeugten 3D-Objekten zu hantieren.

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