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Entwicklerkit für Linux- und Windows-Treiber

Die Firma Jungo bietet Version 9 ihres Entwickler-Toolkits WinDriver an. Das Kit soll sich besonders für die plattformübergreifende Entwicklung von USB-, PCI oder ISA-Treibern eignen.

Trotz des irreführenden Namens ermöglicht WinDriver 9.0 die Treiberentwicklung unter Linux: Es unterstützt die x86-Architektur in 32 und 64 Bit, IA64 und PowerPC. Das Kit lässt sich unter Kerneln der Reihen 2.2, 2.4 und 2.6 (bis Version 2.6.20) nutzen. Das Werkzeug dient zum Erstellen monolithischer Treiber für den PCI-, USB- oder ISA-Bus. Das Tool besitzt einen Wizard mit grafischer Oberfläche zum Hardware-Debugging und zur Quellcode-Generierung unter Nutzung vorgefertigter APIs, die unter anderem Support für I/O-, DMA- und Interrupt-Handling bieten.

Ein mitgeliefertes Kernelmodul, das laut Aussage des deutschen Vertriebs auf allen gängigen Linux-Distributionen einsetzbar ist, soll die Realisierung des Hardwarezugriffs vereinfachen. Zur Treiberentwicklung können ein GCC-Compiler und eine beliebige C-Entwicklungsumgebung verwendet werden. Der Hersteller verspricht, dass sich die so erstellten Treiber leicht für Solaris, VxWorks sowie diverse Windows-Versionen inklusive Vista adaptieren lassen. Bei den unterstützten Geräten listet Jungo zudem noch CompactPCI-, PMC-, PCI-X-, PCI-104-, ISA-, PCI-Express-, PCMCIA sowie CardBus-Hardware auf.

Eine Einzelplatzversion des PCI-Kits kostet rund 2700 Euro inkl. Mehrwertsteuer, der Preis für das USB-Entwicklerkit beträgt rund 3600 Euro. Ein Jahr Wartung und Updates sind inbegriffen. Für mit WinDriver realisierte Treiber fallen keine weiteren Lizenzgebühren an. Eine vollfunktionsfähige 30-Tage-Testversion steht auf der Website des deutschen Resellers zum Download bereit.

(Jan Rähm)
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