Open Source im professionellen Einsatz

Eigengewächs: Tuxedo liefert Hardware mit angepasstem Xubuntu aus

04.07.2017

Das Unternehmen Tuxedo liefert Hardware künftig auf Wunsch mit einem selbst angepassten Linux-System auf Basis von Xubuntu aus, dass unter anderem längere Laufzeiten bei Notebooks ermöglicht.

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Der PC-Spezialist Tuxedo bietet seit neustem ein angepasstes System an, das unter anderem bei Laptops wie dem InfinityBook Pro 13 eine Laufzeit von bis zu 12 Stunden ermöglicht. Auf der Grundlage von Ubuntu 16.04 LTS haben die Entwickler an zahlreichen Stellschrauben gedreht: So kommt, falls nötig, neuste Firmware zum Einsatz, etwa für Nvidia-Chips. Das Ergebnis der monatelangen Arbeit ist aber laut Hersteller keine neue Distribution, obwohl es auf den Namen "Tuxedo Xubuntu" hört.

Weiterhin haben die Entwickler Hand an den Bootmanager Grub gelegt und verschiedene Systemkomponenten aus ihrer Sicht optimiert. Geplant ist, dass diese Modifikationen an die jeweiligen Projekte zurückfließen. Darüber hinaus sollen verschiedene Projekte zusätzliche Unterstützung erhalten.

Der XFCE-Desktop hat sich gegen die Konkurrenten durchgesetzt, weil er die beste Performance ablieferte. Nur der Desktop Mate konnte mit ähnlichen Werten mithalten. Allerdings bekommen die Anwender mit dem integrierten Desktop ebenfalls eine Version spendiert, die die Entwickler entsprechend den Wünschen der Kunden und aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen modifiziert haben: So bringt er ein eigenes Theme mit, neue Icons sowie einen neuen Splashscreen. Oben und unten sind Leisten für verschiedene Funktionen vordefiniert.

Das Unternehmen zieht für seine Vergleiche die ältere Version 18.1 von Linux Mint heran. Diese basiert auf einem Kernel, der die neuen Chips in den getesteten Geräte nicht umfassend unterstützt. Wer auf eine Distribution mit einem aktuelleren Kernel setzt, erzielt her vermutlich ebenfalls bessere Werte.

Allerdings bietet Tuxedo jedem die Möglichkeit, das angepasste System zu nutzen. Die Installation wickeln Sie dabei über WebFAI ab. Im Ergebnis ist es aber möglich, dass bei der individuellen Hardware dann nicht unbedingt alle Anpassungen genauso greifen, wie bei einem System, dass der Hersteller im Sortiment hat.

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