Open Source im professionellen Einsatz

EU-Spende: Forscher untersuchen Programmiersprache Rust

23.02.2016

Derek Dreyer und sein Team von Forschern am Max-Planck-Institut für Softwaresysteme in Saarbrücken und Kaiserslautern haben von der EU Geld erhalten, um die Sicherheit der Programmiersprache Rust zu untersuchen.

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Der Informatiker aus Saarbrücken und sein Team erhalten vom Europäischen Forschungsrat (ERC) etwa zwei Millionen Euro in Form der Consolidator Grant, um Rust auf Programmierfehler und Sicherheitslücken hin abzuklopfen. Rust solle künftig in Webbrowsern wie Servo zum Einsatz kommen, müsse daher auch entsprechend sicher sein, hieß es letzte Woche in einer Pressemitteilung der Universität Saarland.

Dafür wollen auch Dreyer und seine Mitarbeiter sorgen. Rust, an dem Entwickler seit 2010 arbeiten, biete bereits heute eine gute Balance zwischen Betriebssicherheit und Kontrolle, ist sich Dreyer sicher. Seine Vision sei aber eine Programmiersprache, die fehlerhaftes Entwickeln unmöglich mache. Mit Hilfe der Finanzspritze will Dreyer nun fünf Jahre lang systematische Fehler in Rust aufspüren, ein Vorhaben, das auch die Rust-Entwickler gutheißen.

Laut Pressemitteilung sind Dreyer und sein Team von Informatikern die ersten, die sich mit Bezug auf Rust um eine gezielte Schwachstellensuche bemühen. Dafür müssen sie neue Beweismethoden entwickeln, um auch die Komponenten abzusichern, deren Sicherheit bis jetzt noch nicht nachgewiesen ist. Um das zu erreichen, müssten sie eine Vielzahl bislang ungelöster Probleme angehen. Gelänge dies, wäre es ein großer Schritt auf dem Weg zu einer fehlerlosen und sicheren Software, heißt es in der Mitteilung.

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