Das europäische Gericht erster Instanz in Luxemburg bestätigte heute eine Entscheidung der EU-Kommission, nach der Microsoft eine Strafe von 497 Millionen Euro zahlen muss.
Das Bußgeld verhängte die Kommission vor drei Jahren als Antwort auf die Ausnutzung seiner marktbeherrschenden Stellung durch den Konzern. Bei der Entscheidung stand vor allem die Integration des Mediaplayer in das Betriebssystem im Mittelpunkt, die das Konkurrenzprodukt Realplayer nahezu aus dem Markt verdrängte. Die Kommission zwang Microsoft zudem, eine Version des Betriebssystems ohne Mediaplayer anzubieten, die sich allerdings nur wenig verkaufte.
Die Richter bestätigen neben dem Bußgeld auch die Verpflichtung für Microsoft, der Konkurrenz Teile des Codes zugänglich zu machen, damit diese ihre Software an das Betriebssystem anpassen kann. Allerdings müsse der Konzern für die Überwachung der Auflagen keinen unabhängigen Gutachter auf eigene Kosten hinzuziehen, so das Gericht. Gegen das Urteil kann Microsoft nun noch beim Europäischen Gerichtshof Rechtsmittel einlegen.
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