Open Source im professionellen Einsatz

EFF protestiert gegen Tattoo-Erkennung

06.06.2016

Die Electronic Frontier Foundation (EFF) protestiert gegen ein Programm des FBI und des amerikanischen National Institute of Standards and Technology (NIST), das die comnputergestützte Erkennung von Tattoos ermöglichen soll.

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Da Tattoos viel über unsere Leidenschaften, religiösen Überzeugungen, Ideologien und sozialen Beziehungen verrieten, sei das Programm, das Computer befähigen soll auch den Symbolgehalt von Tätowierungen zu entschlüsseln, ein Angriff auf die Bürgerrechte. Zudem würden für die Entwicklung der Software Häftlinge und deren Tattoos missbraucht. Es gäbe keine ethische Oberaufsicht und es würden kaum Rücksichten auf die Privatspähre der Gefangenen, ihr Recht auf freie Meinungsäußerung oder Religionsausübung genommen. Die Regierung müsse das seit 2014 laufende Progeamm daher stoppen.

Das Programm zielt einmal darauf ab, Menschen anhand ihrer Tattoos zu erkennen, soll andererseits aber auch Rückschlüsse über ihre Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen oder ihre politischen und religiösen Überzeugungen liefern. Im Zuge der Forschungen wurden bereits über 15 000 Aufnahmen von Tattoos an Dritte weitergegeben. In einem neuen, größeren Experiment sollen nun 100 000 Aufnahmen gemacht werden.

EFF

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