Open Source im professionellen Einsatz

Drohnen als Paketboten

29.09.2016

Jeder dritte Verbraucher würde sich Pakete per Drohne oder Roboter liefern lassen, Paketboxen neben dem eigenen Briefkasten will jeder Fünfte nutzen

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Pakete, die kommen, wann, wo und wie es der Kunde will – ein Traum für jeden Online-Shopper, an dem die Logistikunternehmen schon heute intensiv arbeiten. Eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zeigt: Die Verbraucher sind offen für innovative Liefermodelle dank neuer Technologien. Bereits knapp ein Viertel der Internetnutzer ab 14 Jahren kann sich vorstellen, Pakete künftig per Drohne (24 Prozent) oder per Roboter (23 Prozent) zugestellt zu bekommen. Je 9 Prozent geben sogar an, diese Methoden künftig auf jeden Fall nutzen zu wollen. Insgesamt sind damit ein Drittel der Befragten aufgeschlossen gegenüber diesen innovativen Lieferarten. Für die Studie wurden 1158 Internetnutzer ab 14 Jahren befragt.

Drohnen eignen sich etwa für eilige Lieferungen in entlegene Gegenden – beispielsweise für die Zustellung wichtiger Medikamente. Roboter können Lieferungen flexibel und innerhalb eines engen Zeitfensters zustellen. Sie sind damit etwa die perfekten Lieferanten für frische Lebensmittel und Pakete, die ganz individuell nach Kundenwunsch zugestellt werden sollen. Beide Techniken werden von Logistikdienstleistern bereits in Pilotprojekten getestet.

Auch Paketboxen, die neben dem eigenen Briefkasten stehen, erfreuen sich großer Beliebtheit. Sobald die Lieferung im Kasten liegt, wird man digital benachrichtigt. Jeder Fünfte (20 Prozent) würde diese Liefermöglichkeit auf jeden Fall nutzen. Weitere vier von zehn Befragten (39 Prozent) können sich vorstellen, einen Paketkasten zu nutzen. Eher gering (17 Prozent) ist das Interesse hingegen daran, das Paket in den Kofferraum des Autos geliefert zu bekommen. Dabei öffnet der Zusteller den Kofferraum mit einem digitalen Schlüssel, um das Paket darin abzulegen.

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