Open Source im professionellen Einsatz

Docker kauft Speicher-Startup Infinit

07.12.2016

Das von Docker gekaufte Unternehmen Infinit soll der Docker-Community eine Plattform mit persistentem Speicher anbieten, die skalierbar, sicher, robust und einfach aufzusetzen ist.

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Sicheren verteilten Storage out of the box verspricht Docker-Chef Solomon Hykes sich und seinen Kunden mit dem Kauf von Infinit, einem Pariser Storage-Startup. Das verteilte Speichersystem mache es einfacher, Dienste zu betreiben, die ihren jeweiligen Zustand speichern (Stateful), wie etwa Datenbanken sowie ältere Unternehmensanwendungen. Infinit lasse sich dank seines modularen Designs einfach in bestehende Lösungen integrieren.

Hykes hebt insbesondere hervor, dass es sich um eine dezentrale und verteilte Lösung handelt. Sie komme dem Trend entgegen, Multi-Container-Anwendungen auf verteilten Systemen in heterogener Infrastruktur auszuliefern. Infinit bringt dafür eine portable, verteilte Storage-Engine mit. Ein weiterer Trend sei, zustandsbehaftete Unternehmensanwendungen in Docker-Container zu verpacken, anstatt Stateless Apps zu betreiben. Auch diesem Bedürfnis komme der Zukauf entgegen.

Docker hat das Speicher-Startup Infinit gekauft (Quelle: blog.infinit.sh)

Nach der Übernahme will Infinit in den kommenden Monaten nun an einer Version 1.0 arbeiten und den Quellcode für verschiedene Komponenten veröffentlichen. Das sei bislang vor allem aus Ressourcengründen noch nicht geschehen. Die Firma hat zur Übernahme einen eigenen Blogpost verfasst.

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