Open Source im professionellen Einsatz

Devops, NFSv4, DNSec,, Samba CTDB, Zabbix und GlusterFS: Secure Linux Administrators Conference 5

01.12.2011

Linux High-Tech dominiert die Workshops und Vorträgen der SLAC5. Welche Vorteile NFS4 gegen NFS3 bringt, was der Begriff DevOps bedeutet und warum CTDB und Glusterfs dem Admin helfen.

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"DevOps betrifft nicht nur Admins und Entwickler. Es geht viel mehr darum, wie Menschen miteinander zusammen arbeiten". So lautet das Fazit des Vortrags von Schlomo Shapiro. Nur wenn IT-Administratoren und Developer Hand in Hand arbeiten, kommen optimale Ergebnisse heraus. Ein gutes Beispiel dafür ist die Tatsache, dass Admins dem Entwickler eines RPM- oder Deb-Paketes implizit ja Root-Rechte auf ihren Systemen einräumen. Das klingt erstmal nur logisch, ist aber Shapiro zufolge so offensichtlich, dass es in den Köpfen der IT-Leiter noch nicht vollständig angekommen ist. Wer das nicht will, muss sich andere Wege der Softwareverteilung überlegen, eventuell sogar von großen Distributionen Abschied nehmen. Das aber sei genauso wenig praktikabel.

NFSv4

Mit einer kurzen Umfrage bestätigte Stefan Kania, einer der Autoren des Linux-Server-Buches von Galileo, dass viele Admins noch vor der vierten Version des Network File Systems zurückschreckten. Dabei lägen die Vorteile doch auf der Hand: Weniger Probleme mit dem Locking (der lockd ist weg, auch Open Office macht keine Probleme mehr), zustandslose Kommunikation und schnelleres Caching, Delegation der Dateioperationen an den Client, UTF-8-Support und mehr als 16 Gruppen in ACLs seien schlagkräftige Argumente für die neue Version. Ebenso ließen sich NFS-Server gut tunen: 4-8 Serverprozesse per Core seien möglich, auf dem Client böten die Einstellungen (in der fstab-Datei) "wsize" und "rsize", wo Admins die Datenhappen (Chunks) auf Werte von 1024 bis 1048576 Byte setzen können eine aureichende Bandbreite fürs Tuning mit einfachen Mitteln, zum Beispiel mit dem Unix-Befehl "dd".

Puppet, Bacula, Ipv6, CTDB, GlusterFS

Am Nachmittag standen Vorträge von Martin Affke (Wizards if FOSS) übers Konfigurationsmanagement mit Puppet, sichere Backups mit Bacula (Holger Müller, dassIT) auf der Agenda. Den dritten und letzten Tag am Freitag bestreiten unter anderem Konstantin Agouros (IPv6, nRuns AG), Michael Adam von SerNet (CTDB - Samba im all-active Cluster) und erneut Martin Affke über Gluster FS.

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