Open Source im professionellen Einsatz

Desktops testen: LDTP 1.0.0 erschienen

26.02.2008

Drei Jahre nach der initialen Version wagt sich das Linux Desktop Testing Project (LDTP) an Version 1.0 heran.

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Die Test-Software arbeitet mit den Programmiersprachen C und Python. Sie ist so konzipiert, dass sie anhand der Cspi-Bibliothek die Desktop-Oberfläche durchdringt, um sie zu testen.

Libcspi ist Teil des Atspi-Bundles im Gnome Barrierefreiheit-Projekt. Benutzer können mit Test-Skripten die Desktop-Umgebungen automatisiert auf Funktionalitäten oder Usability abklopfen. In der Architektur von LDTP-Tests sind Testskripte an an ein LDTP-API angebunden. Das Interface kommuniziert mit der Engine über einen Unix-Socket oder über TCP. Die zu testende Anwendung (Application under test, AUT) ist via AT-SPI-Bibliothek mit der Engine verbandelt. Mit Tools und Technologie baut das Projekt auf das Software Automation Framework, das von der amerikanischen Softwarefirma SAS quelloffen freigegeben ist.

Am Anfang der LDTP-Architektur steht das Test-Skript, das der Benutzer schreibt. Hinten verbandelt die AT-SPI-Bibliothek die zu testende Anwendung (Application under test, AUT) mit der Engine.

Die Download-Seite des Projekts listet RPM-Pakete für x86-Plattformen zu 32 und zu 64 Bit. Für Debian und Gentoo gibt es auch Pakete, für Debian allerdings nur "unstable". Außerdem gibt es Solaris-Versionen sowie natürlich den Quellcode. Als Lizenz wählt das Projekt die Lesser General Public License (LGPL). Diese Lizenz trägt auch den Namen GNU Library. Im Unterschied zur GPL darf LGPL-lizenzierte Software in unfreie Software eingebunden werden.

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