Debian: Meinungsbild zu Systemd
Das Debian-Projekt hat eine Umfrage abgehalten, um die Meinungen der Community zum alternativen Init-System Systemd zu ermitteln.
Von den rund 570 Teilnehmern stimmten 62 Prozent der Aussage "Ich befürworte Systemd in Debian, das ist in Ordnung" zu. 15 Prozent wollen die Software nicht in Debian sehen, 14 sind unentschlossen, und 8 Prozent gaben an, es sei ihnen egal. Als Standard-Init-System wünschen 44 Prozent Systemd, 32 Prozent sind dagegen. Unter den Befragten befanden sich nach eigenen Angaben rund 46 Prozent Debian Developer, Maintainer oder sonstige Aktive, die Pakete bauen.
Rund die Hälfte der Teilnehmer gab im Freitext auch Gründe für Ihre Haltung an. Unter den Spitzenreitern befinden sich die Argumente "Systemd ist zu komplex und aufgeblasen", "Systemd lässt sich nicht auf Nicht-Linux-Systeme wie Debian/kFreeBSD" portieren und "Der Bootvorgang mit Systemd lässt sich schwieriger debuggen als mit SysVInit."
Systemd ist für alle Debian-Zweige (stable, testing, unstable) als Paket verfügbar. Die Maintainer möchten demnächst auf die Bedenken der Befragten reagieren, schreibt Michael Stapelberg in seinem Blogeintrag, der auch weitere Informationen bietet.





