Open Source im professionellen Einsatz

Debian-Kernel ohne proprietäre Firmware

23.04.2009

Der Debian-Entwickler Robert Millan bietet einen alternativen Kernel für die Lenny-Release der freien Linux-Distribution an. Im Gegensatz zum Lenny-Standardkernel enthält er garantiert keine proprietäre Firmware.

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In einer Mail an die Debian-Entwickler-Liste nimmt Millan Bezug auf eine Abstimmung der Projektmitglieder Ende 2008: Sie beschlossen, bei der Veröffentlichung der Debian-Version 5.0 (Lenny) auch binäre Firmware im Distributionskernel zu belassen, bei der nicht geklärt ist, ob sie den Debian Free Software Guidelines (DFSG) entspricht.

Für diejenigen Entwickler und Anwender, die Wert auf eine Linux-Distribution legen, die komplett unter freien Lizenzen steht, stellt Robert Millan ein Debian-Paketarchiv mit alternativen Kernelpaketen zu Verfügung. Es lässt sich mit folgendem Eintrag in der Datei "/etc/apt/sources.list" einbinden.

deb http://people.debian.org/~rmh/linux-libre lenny main

Der kryptografische Schlüssel für das Archiv ist als Attachment Millans Mail beigefügt. Daneben lässt er sich aus dem Web importieren.

Der freie Lenny-Kernel ist Teil der Initiative Linux-libre, die sich für Linux-Distributionen mit 100 Prozent frei lizenzierter Software einsetzt. Eine der Unterstützer-Organisationen ist Free Software Foundation Latin America (FSFLA).

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