Debconf 11: ARM-Port macht Fortschritte
Auf der Konferenz des Debian-Projekts haben die Entwickler den kommenden Debian-Port für moderne ARM-Prozessoren diskutiert.
In einer Birds-of-a-Feather-Sitzung stellten Steve McIntyre und Hector Oron zunächst die Herausforderung des ARM-Ports dar: Die Architektur existiert in verschiedenen Varianten und Versionen, wobei derzeit V7 aktuell ist. Die Hersteller ordnen insbesondere bei Systems-on-a-Chip (SoC) die Komponenten rund um das Core unterschiedlich an. Im Kernel-Quelltext äußert sich das unter anderem in rund 15 verschiedenen Treibern für die serielle Schnittstelle. Das Industriekonsortium Linaro bemüht sich seit 2010, die Fragmentierung von ARM zu verringern.
Derzeit unterstützt Ubuntu ARM V7 in der Ausgabe "armel". Die Debian-Entwickler widmen sich dagegen mit der Variante "armhf" der neuen, leistungsfähigeren Generation. Laut McIntyre funktioniert der Port bereits im Grunde, noch im August 2011 könnte er ins Hauptarchiv von Debian einziehen. Zurzeit bereiten die Debian-Admins den Kauf geeigneter Build-Server vor. Im Konferenzsaal machte ein Netbook mit Tegra-Chip und Debian die Runde als Anschauungsobjekt.
Auch andere Distributionen arbeiten an "armhf": Fedora, Gentoo und Mageia. Zum Austausch dient den Entwicklern die Mailingliste "cross-distro@lists.linaro.org"





