Open Source im professionellen Einsatz

Datenherausgabe durch Microsoft erzwungen

01.08.2014

In einem Urteil gegen Microsoft hat der Federal Court in New York jetzt entschieden, das der IT-Konzern entsprechend den Regeln des amerikanischen Rechts die E-Mails eines Kunden herausgeben muss, obwohl diese gar nicht in Amerika, sondern in Irrland gespeichert waren.

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Das Urteil könnte herausragende Bedeutung für den Schutz der Privatsphäre erlangen. In einer mündlichen Urteilsbegründung wies District Court Judge Loretta Preska  den Einwand Microsofts zurück, dass sich das Recht zur Einsichtnahme an den Grenzen der USA ende. Nach Meinung der Richterin handele es sich nicht um eine extraterritoriale Anwendung von US-Recht.

Aus Sicht Microsofts ist das letzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen. Man wird in Berufung gehen und ist überzeugt, dass den E-Mails der Kunden ein hohes Maß an Datenschutz gewährt werden muss, gleich ob in den USA oder sonstwo auf der Welt.

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