Open Source im professionellen Einsatz

Cyberterrorismus werden wir erleben

28.01.2016

Angriffe von Cyberterroristen sind nach Meinung von Eugene Kaspersky nur eine Frage der Zeit.

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Der russische Sicherheitsspezialist zeichnete in seinem Vortrag vor der Sicherheitskonferenz "IT Defense" in Mainz ein eher düsteres Bild. So sieht er eine zunehmende Professionalisierung der Cyberkriminellen, die ihr Handwerk wie ein Geschäft betreiben (Crime-as-a-Service). Dabei geht es ihnen nicht nur darum, Geld zu stehlen oder öffentliche Aufmerksamkeit zu erlangen (Hacktivisten), sie stellen sich auch in den Dienst des Militärs und von Terroristen, deren Angriffe der kritischen Infrastruktur moderner Staaten gelten. Schützen könnten sich die Angegriffenen beispielsweise durch Weiterbildung von IT-Sicherheitsexperten, mit juristischen Mitteln, durch Security Audits und ein geeignetes Traffic Monitoring, durch sichere Betriebssysteme und die Isolation gefährdeter Systeme. Ausschließen ließen sich erfolgreiche Attacken aber trotz allem nicht.
Linux ist dabei noch halbwegs auf der sicheren Seite, auch weil auf Linux-Systemen seltener große Summen zu erbeuten sind. Die Kaspersky-Siucherheitssoftware fand nur 18 000 gefährliche Files auf Linux-Systemen, auf Systemen mit Mac OS immerhin 41 000, 16 Millionen auf Android-Devices und 329 Millionen unter Windows.

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