Open Source im professionellen Einsatz

Cyber-Depression im sozialen Netzwerke

13.01.2017

Kaspersky Lab hat unter dem Titel "Have we created unsocial media? How social media affects our lives and mood" eine Studie zur Gefühlswelt der Nutzer von sozialen Netzen wie Instagram, Facebook und Co veröffentlicht. Ergebnis: Es herrschen Neid, Depression und Leichtsinn.

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Die deutschen Nutzer gaben bei der Befragung an, dass sie sich im Netz ihrer Wahl schon niedergeschlagen fühlten (25 Prozent). Grund dafür sind zumeist die Vergleiche mit Freunden, die mehr Likes bekommen. Die fehlenden Likes und die erfolgreicheren Bekannten sind auch Grund für Neid bei rund 28 Prozent der Befragten.

Besonders schlimm ist es um die Stimmung bestellt, wenn es zur Kündigung einer Freundschaft kommt: So belastet es 55,7 Prozent der Befragten in Deutschland, wenn Freundschaften in Sozialen Netzwerken gekündigt werden, hat die Befragung ermittelt.

An Kritikfähigkeit mangelt es in sozialen Netzen ebenfalls, kritische Kommentare zu eigenen Posts bringen die Hälfte (52 Prozent) in eine schlechte Stimmung, berichtet Kaspersky Lab. Das Stimmungsbarometer sinkt auch, wenn Freunde in den sozialen Netzen den Eindruck vermitteln, ein besseres Leben als man selbst zu führen, auf 48 Prozent der Befragten wirkt das deprimierend.

Über 75 Prozent sind ohnehin der Meinung, ihr Leben sei früher besser gewesen, diesen Eindruck gewinnen sie beim Durchstöbern älterer Posts in ihren sozialen Netzen. Dass 53 Prozent von Werbeeinblendungen genervt sind, hat die Befragung ebenfalls ergeben.

Den Bogen zum eigenen Spezialgebiet spannt Sicherheitsexperte Kaspersky über den Leichtsinn, den der Cyber-Neid auslöst: „Wir posten immer mehr persönliche, auch teils sensible Informationen. Dieser Leichtsinn spielt Cyberkriminellen beispielsweise für Phishing-Attacken in die Hände.“

Zur Studie heißt es: Die Online-Umfrage, auf der die Studie basiert, wurde von Kaspersky Lab in Auftrag gegeben und von Toluna im Zeitraum Oktober/November 2016 durchgeführt. Dafür wurden 16750 Personen über 16 Jahren aus 18 Ländern befragt. Deutschland wurde mit 1000 Teilnehmern berücksichtigt. Dabei waren Männer und Frauen gleich vertreten. Für eine weltweite Vergleichbarkeit und Konsistenz wurden die Daten gewichtet.

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