Open Source im professionellen Einsatz

Core OS stellt Fleet-Support ein

09.02.2017

Core OS trennt sich von Fleet, ihrer selbst entwickelten Container-Orchestration-Software und wechselt auf Googles Kubernetes.

184

Grund ist im wesentlichen die deutlich größere Verbreitung von Kubernetes, dass laut der Core-OS-Ankündigung "der De-facto-Standard für Open-Source-Container-Orchestrierung sei." Am 1. Februar 2018 werde man Fleet daher aus der eigenen Software entfernen und nicht mehr unterstützen. Zugleich befindet sich Fleet ab sofort nur noch im Maintainance-Modus und erhält lediglich Security- und Bugfixes, aber keine neuen Features.

Kubernetes erschien etwas weniger als ein Jahr nach Fleet, und verwendete "etcd", einen verteilten Key-Value-Store von Core OS. Anders als Fleet brachte. Kubernetes ein solides und erweiterbares API mit sowie Code für die Dienstidentifikation, für Container-Networking und weitere Features, um gut zu skalieren. Schnell habe sich das Projekt daher auch dazu entschieden, an Kubernetes zu arbeiten. So habe man das populäre Flannel SDN beigesteuert,

Zahlenden Kunden empfehlen die Rkt-Macher nun ihren eigenen Bezahldienst Tectonic für Cluster im Produktiveinsatz (mit Kubernetes). Alternativ sollen die Nutzer zu Kubernetes auf Core OS greifen oder, rein für Testzwecke, zu Minikube. Fleet werde nach dem Februar 2018 weiterhin verfügbar sein, allerdings nicht mehr Teil von Container Linux, das die Firma anbietet.

Ähnliche Artikel

  • CNCF bietet Kubernetes-Zertifizierungen an

    Die Cloud Native Computing Foundation (CNCF) will Kubernetes bei Unternehmen populärer machen. Neben offiziellen Zertifizierungen für Kubernetes Admins (CKA) legt sie auch ein Programm für Firmen auf, die Kubernetes-Support leisten (KCSP), darunter Canonical und Samsung.

  • Kubernetes

    Google betreibt die meisten Server und beschäftigt sich mit dem Thema Containervirtualisierung. Es stellt in Form von Kubernetes eine Spezialdistribution vor, um Sysadmins das Leben mit Docker zu erleichtern.

  • Neue Unterstützer für Googles Containerverwaltung Kubernetes

    Anwendungscontainer sind ein noch recht junger Trend im Datacenter, eine umfassende Managementsoftware für massive Deployments fehlt bislang. Google möchte das mit Kubernetes ändern und findet für die Arbeit an der offenen Management-Software mit Microsoft, Red Hat, IBM und anderen starke Verbündete.

  • Azure unterstützt nun Kubernetes und verwaltet Docker-Images

    Für seine Cloudstrategie setzt Microsoft notgedrungen auf Open-Source-Technologie. Nun können Azure-Nutzer Kubernetes verwenden, um Docker-Container zu verwalten, der Konzern hat gar ein visuelles Tool unter Apache-2.0-Lizenz entwickelt.

  • Cloud Native Con + Kubecon Europe 2017: Wo Kubernetes Sinn ergibt

    Den Namen ihrer Konferenz wollen die Macher der Cloud Native Con + Kubecon Europe 2017 auf Vorschlag des Linux-Magazin nicht ändern, der Besucherzahl aber beim nächsten Mal mit einer größeren Location Herr werden. Schuld sei auch der Erfolg von Kubernetes.

comments powered by Disqus

Ausgabe 11/2017

Digitale Ausgabe: Preis € 6,40
(inkl. 19% MwSt.)

Stellenmarkt

Artikelserien und interessante Workshops aus dem Magazin können Sie hier als Bundle erwerben.