Open Source im professionellen Einsatz

Chefs irren bei der Sicherheit

18.02.2016

In einer aktuellen IT-Security-Studie befragte IBM über 700 Führungskräfte aus 28 Ländern in 18 Branchen mit einem "C" im Titel wie CEO (Chief Executive Officer) oder der CFO (Chief Financial Officer), die so genannte C-Suite. Zwei Drittel glaubten, ihr Unternehmensei gut gerüstet gegen Sicherheitsrisiken. Nachweisen konnten das aber weniger als ein Fünftel.

197

Auch in einzelnen Aspekten unterliefen den Chefs grobe Fehleinschätzungen. So glauben etwa 70 Prozent der  befragten Top-Führungskräfte, dass wie einsame Wölfe agierende Hacker die größte Bedrohung für ihre Organisation darstellen. Dabei ist bekannt, dass 80 Prozent der Cyberattacken von ausgezeichnet organisierten Banden ausgehen. Selbst die obersten Chefs tappen oft im Dunkeln: So glauben über die Hälfte (55%) der befragten CEOs und sogar drei Viertel (76%) der CIOs (Chief Information Officer), ihre Organisation sei beim Thema Cybersicherheit sehr gut aufgestellt. Insgesamt meinen das rund zwei Drittel aller Top-Führungskräfte. Dabei stellte IBM fest, dass diese Behauptung bei gezieltem Nachfragen nur bei 17 Prozent der Unternehmen haltbar ist.

Auch beim Thema Kollaboration klaffen Anspruch und Wirklichkeit auseinander. So ist zwar über die Hälfte (55%) aller befragten CEOs davon überzeugt, eine stärkere Zusammenarbeit der Wirtschaft sei dringend notwendig, um Cyberkriminalität effektiv zu bekämpfen. Doch sind nur ein Drittel (32%) der Geschäftsführer auch bereit, relevante Informationen mit anderen außerhalb ihrer Organisation zu teilen. Ganz anders die Bad Guys: Bei Cyberkriminellen ist Sharing in Echtzeit an der Tagesordnung – etwa über Kanäle im Dark Web, einem nicht über Suchmaschinen auffindbaren Teil des Internets.

Ähnliche Artikel

  • Studie: Chefs und CIOs bei Sicherheitsfragen uneins

    VMware und die Analysten-Abteilung von The Economist haben eine Studie zu Cyber-Sicherheit vorgestellt. Ergebnis: Es besteht in IT-Sicherheitsfragen eine Kluft zwischen Geschäftsführung und IT-Verantwortlichen.

  • Entscheider glauben: Cloud frisst IT

    Die Mehrzahl der IT-Verantwortlichen hat große Bedenken bezüglich der Zukunftsfähigkeit ihrer IT-Organisation; rund die Hälfte rechnet sogar damit, dass ihr Verantwortungsbereich während der kommenden drei Jahre gänzlich verschwinden und durch Cloud- oder Outsourcing-Dienstleister ersetzt werden könnte. Das ist das  Ergebnis einer großangelegeten befragung von CIOs im Auftrag von EMC.

  • Accenture sieht Wendepunkt für Open Source

    Das Beratungsunternehmen Accenture registriert bei etlichen von 300 befragten amerikanischen, englischen und irischen Unternehmen und Institutionen Open Source im breiten Einsatz - oder zumindest im Blickfeld.

  • IT-Chefs fürchten Abwerbung von Mitarbeitern

    In Deutschland sind die für die IT verantwortlichen Manager in Sorge, dass ihre besten Mitarbeiter von der Konkurrenz abgeworben werden.

  • Deutsche kennen keine CDOs

    In nur zwei Prozent der großen deutschen Unternehmen gibt es die Position eines Chief Digital Officer (CDO).
    Entsprechend hinkt die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle hinterher.

comments powered by Disqus

Ausgabe 01/2017

Digitale Ausgabe: Preis € 6,40
(inkl. 19% MwSt.)

Artikelserien und interessante Workshops aus dem Magazin können Sie hier als Bundle erwerben.