Der Siegeszug von ARM-CPUs geht weiter. Auch der nach eigenen Angaben in Deutschland führende Anbieter von Thin Clients, IGEL, bringt zur Cebit ein Gerät mit einer der günstigen CPUs mit System-on-a-Chip-Design auf den Markt.

IGEL präsentiert seinen ersten ARM-Thin-Client auf der Cebit.

IGEL präsentiert seinen ersten ARM-Thin-Client auf der Cebit.

Weil die Hardware um einiges billiger sei, könne man für 200 Euro diverse Features einbauen, die sonst nur in teuereren Geräten zu finden seien, erklärten Entwicklungsleiter Dirk Dördelmann und Produktmanager Florian Spatz dem Linux-Magazin. Linux ist die Grundlage, und IGEL präsentiert sich sehr zufrieden mit dem freien Betriebssystem. Dazu kommen selbst entwickelte Clients, die beispielsweise Microsofts RemoteFX (ein um Multimedia "erweitertes" RDP), Citrix, aber auch Red Hats Enterprise Virtualisierung über das offene Protokoll SPICE unterstützen. "Spice nutzen wir bereits seit Anfang letztem Jahr, und trotz des frühen Stadiums des Projektes sind wir sehr zufrieden.", so Dördelmann. Vor allem auf dem asiatischen Markt sei das sehr gefragt, weil dort schon deutlich mehr Linux-Virtualisierungen eingesetzt würden.

RemoteFX und SPICE

RemoteFX dagegen sei für Linux von Microsoft zertifiziert (interessanterweise schaffe das Windows 7 als Client derzeit aufgrund der eingeschränkten Arbeitsgeschwindigkeit nicht) und biete bessere Unterstützung für Grafikkarten im Servereinsatz. Insgesamt sei die Performance von RemoteFX noch deutlich besser als bei SPICE, aber das scheint eine Frage der Zeit.

Weitere Neuheiten am Stand von IGEL sind die High-Availability-Features, die als Extension in Version 4 der Unified Management Suite eingebaut sind, die Shared-Workplaces für Schichtarbeiter oder Benutzerroaming sowie die Multi-Display-Funktionen.

Bis zu acht Monitore an einem Linux-Thin-Client.

Bis zu acht Monitore an einem Linux-Thin-Client.

 

Acht Monitore je Arbeitsplatz

 

Verwaltet von der UMS lassen sich da bis zu 8 Monitore pro Thin Client administrieren, zumindest mit dem Universal Desktop Thin Client IGEL UD5 LX. "Über eine integrierte PCIe-Netzwerkkarte kontrolliert er bis bis zu drei weitere Standard-Thin Clients der Serien IGEL UD2 LX oder UD3 LX, die sich als „Satelliten“ automatisch konfigurieren und jeweils bis zu zwei weitere Displays steuern." Als Technologie darunter kommt DMX (Distributed Multihead X Project) zum Einstatz. Als freies Project ist das verteilte Bildschirmmanagement unter dem Namen XDMX bekannt.