Letztes Jahr auf dem Summercamp gab es noch eine Entwicklerpreview (Linux Magazin Online berichtete), jetzt ist das Archivierungstool Zarafa Archiver (ZA) erstmals in der Version 1.0.0 erschienen.

Für den Zarafa User erscheinen archivierte E-Mails ausgegraut.

Für den Zarafa User erscheinen archivierte E-Mails ausgegraut.

Am Stand des Groupwareherstellers können sich Interessierte das neue Modul ansehen, das einen zweiten Zarafa-Server als Backend nutzt, um E-Mails (oder Groupwaredaten), die der Admin nach bestimmten Bedingungen ausgewählt hat, zu sichern. In der Ansicht des Benutzers erscheinen so E-Mails, die ein bestimmtes Alter (oder eine vorgegebene Größe) erreichen oder überschreiten, grau dargestellt, weil sie nicht mehr auf dem primären Server liegen, sondern auf das Backupsystem ausgelagert wurden. Von dort kann sie der Anwender durch einen einfachen Klick öffnen, nur die Zugriffszeit dürfte etwas länger sein als bei dem primären Server. Der Admin konfiguriert die Archivierung, wobei er nur globale Regeln setzen kann:

Zentrale Konfiguration des Zarafa Archivers an der Shell.

Zentrale Konfiguration des Zarafa Archivers an der Shell.

Ebenfalls neu auf der Cebit präsentierte Zarafa das Migrationsplugin für Scalix (auf Kundenwunsch entwickelt), sowie Z-Push 1.5 mit HTML-Mail-Support für mobile Devices, Unterstützung für Public Folders und Active Sync Version 14.

Erst seit wenigen Wochen auf dem Markt ist das Verschlüsselungsmodul für S/MIME, mit dem die Anwender des Webaccess sichere E-Mail-Kommunikation betreiben können. Demnächst auf dem Release Plan steht laut CEO Helmuth Neuberger das Administrations-Interface Zarafa Admin für Ubuntu und Red Hat.