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Cebit 2011: Archos' Arnova Tablets sind angekommen

02.03.2011

Günstigen Tablets mit Android eilt oft kein guter Ruf voraus, doch dem entgegenzutreten, hat sich der französische Tablet-Hersteller Archos auf die Fahnen geschrieben. Auf der Cebit können Besucher jetzt die ersten neuen Tablets der Arnova-Serie in die Hand nehmen.

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100 Euro für ein flottes Android-Tablet, das war die Vorgabe der Archos-Entwickler, und jetzt zeigen sich die ersten Geräte auf der Cebit. Wie letzte Woche angekündigt (Linux Magazin Online berichtete), bringt Archos drei neue, günstige Devices auf den Markt.

Weil viele Kunden die Unterschiede zwischen dem Archos Home Tablet und dem höherwertigen Archos Internet Tablet nicht mit dem Produkt verbanden, haben sich die Franzosen entschieden, eine neue Serie mit eigenem Branding einzuführen. Die aktuell drei Arnova Tablets richten sich an den Heimanwender, während die Archos Tablets selbst ambitioniertere Anwender adressieren sollen.

3D-Spiele, HDMI-Ausgang mit HD (720p), 250 Gbyte Festplatte und USB-Host-Mode bringt das Archos 70 Internet Tablet für 299 Euro.

Das spiegelt sich auch in Preis und Ausstattung wieder. Während das Archos 70 Internet Tablet mit HDMI-Ausgang (720p) und auf Wunsch mit einer 250 GByte schweren Festplatte kommt (299 Euro), fangen die neuen Arnova Tablets bereits unter hundert Euro an.

HDMI auf Großbildschirm. Gesteuert wird das Rennspiel durch den Lagesensor des Tablets.

Die Arnovas verfügen allesamt über USB-Host-Mode, Android 2.2 und sollen günstige Einsteiger-Tablets ("für die Familie") sein. Am preiswertesten ist dabei das Arnova 7 für 99 Euro mit 7-Zoll-Bildschirm. In wohl etwa vier Wochen soll auch das Arnova 8 (mit 8-Zoll-Screen, 129 Euro) erhältlich sein.

Das Archos Arnova 7.

Das Topmodell der Serie mit 10-Zoll-Display heißt sinnigerweise auch Arnova10 und schließt für geplante 199 Euro die Produktreihe nach oben ab.

Das Archos Arnova 10 soll 199 Euro kosten und kommt deutlich wertiger daher.

Auf der Todoliste der Franzosen stehen für die weitere Roadmap natürlich Android 3, der Einbau der noch nicht vorhandenen UMTS/GSM-Chips sowie die Integration in den Google Market.Bisher stehen "nur" etwa 25000 Apps im von Archos und Partnern betriebenen Appslib-Store bereit.

Glaubt man den Gerüchten auf der Cebit, dann wird Archos das alles wohl noch dieses Jahr fertig stellen. Auch die Frage rund um kapazitive oder resistive Displays dürfte in nächster Zeit gelöst werden. Aktuell verbaut Archos unterschiedliche Varianten in seinen Geräten, was die Benutzung etwas uneinheitlich erscheinen lässt.Den Hype um 3D-Oberflächen und GUI-Effekte sehen die Franzosen gelassen, das "wolle man nicht mitmachen", so ein Sprecher der Firma am Messestand.

Lieber präsentiert man da den ebenfalls Android-basierten E-Book-Reader Archos 70b E-Reader, der neben Epub und PDF in einer durchaus gelungenen Book-App (mit handlichen vor/zurück-Tasten am Gerät) auch MP3s, Videos und Fotos anzeigen sowie via WLAN im Internet surfen kann. Weil der aber kein E-Ink-Display hat, ist die Akkulaufzeit Android-typisch auf etwa 10 Stunden beschränkt.

E-Books, HD-Video, MP3 und Internet auf dem E-Reader von Archos.

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