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Cebit 2009: Internet Service Bus für Cloud-Anwendungen

Die Projektgruppe Interoperabilität der Open Source Business Foundation unter dem Vorsitz von Microsoft hat auf der Cebit ihre ersten Ergebnisse vorgestellt.

Der "Internet Service Bus" (ISB) ermöglicht Anwendungen, innerhalb einer Rechnerwolke Daten auszutauschen. Anwender greifen darüber auch auf Applikationen zu, wofür eine Anfragen vermittelnde Registry sorgt. Weiterhin stellt der Bus Entwicklern eine einheitliche Schnittstelle für Anwendungen bereit, die in der Cloud verfügbar sein sollen. Der ISB tut dasselbe wie ein ESB (Enterprise Service Bus) in einer service-orientierten Architektur, nur will die Projektgruppe diese Zusammenarbeit von Komponenten "in die Cloud heben", wie Andreas Hartl es ausdrückte. Hartl ist für Microsoft der Leiter der Interoperabilitäts-Projektgruppe, der auf der Cebit gemeinsam mit vier Projektmitgliedern und dem OSBF-Vorsitzenden Richard Seibt die Ergebnisse vorstellte.

Der ISB setze vornehmlich auf die quelloffene SOA-Plattform ASF von Sopera auf, erläuterte Dietmar Lenzen von Sopera gegenüber Linux-Magazin Online. Das Unternehmen mit Sitz in Bonn ist eines von fünf Kernentwicklern des Internet-Service-Busses. Der Bus richte sich zum Beispiel an Provider wie 1und1, führt Lenzen weiter aus, die Open Exchange und andere Anwendungen mittels Rechnerwolke anbieten und einheitlichen Zugriff auf ihre Dienste gewähren wollen. Entwickler können außerdem nun eigens Cloud-Anwendungen schreiben, sagte Lenzen, was beispielsweise Meta-Applikationen für den vereinheitlichenden Zugriff auf verschiedene Anwendungen ermögliche. Entwickler nutzen dafür eine XML-Schnittstelle, an die sie ihre Java-Applikation anbinden.

Der ISB ist noch ein Patchwork und liegt noch nicht als Software vor. Er soll aber quelloffen sein, bestätigten die Referenten. Das Bundle enthält daneben zum Beispiel einen so genannten Identity Network Service (INS), den die Datenschutzfirma Corisecio zusammen mit Microsoft beigesteuert hat. Corisecio gehört wie Sopera zum Kernteam der Projektgruppe, die bei der Open Source Business Foundation (OSBF) angesiedelt ist. Daneben arbeiteten der Internetprovider 1und1, Open Exchange und Microsoft in den letzten drei Monaten an dem ISB.

(Anika Kehrer)
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