Der Suse Manager ist die grüne Interpretation von Spacewalk, dem Upstream-Projekt des Red Hat Networks

Der Suse Manager ist die grüne Interpretation von Spacewalk, dem Upstream-Projekt des Red Hat Networks

Spacewalk, der Weltraumspaziergänger, ist das Upstream-Projekt des Red Hat Networks, und dass sich jetzt auch Suse dieses Tools bedient, um ein zentrales Puzzleteil in seinem Portfolio zu schließen, spricht Bände. "Wir haben ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu den Red-Hat-Entwicklern.", erzählt Joachim Werner, Senior Product Manager bei Suse (Novell). "Das Feedback und die Kommunikation funktioniert sehr unkompliziert." Cooptation, die partnerschaftliche Ergänzung im Wettbewerb, scheint da das Wort der Stunde.

Typischerweise KVM kommt bei Spacewalk und dem Suse Manager zum Einsatz.

Typischerweise KVM kommt bei Spacewalk und dem Suse Manager zum Einsatz.

Die Suse-Entwickler haben das Original-Spacewalk (ein Workshop dazu findet sich im aktuellen Linux-Magazin) fast vollständig übernommen und um einige Features ergänzt. Nur der Support für Solaris und Z-Series blieben dabei auf der Strecke, dafür kam Unterstützung für Zypper hinzu. Die ist wohl auch der Grund, warum nur SLES 11 als Plattform empfohlen wird, SLES 10 soll wohl im Sommer folgen, ältere Varianten dürften mangels Zypper-Tools wohl noch einige Zeit auf sich warten lassen.

Patch Management im Suse Manager: Alle Server lassen sich gleichzeitig auf den aktuellen Stand bringen.

Patch Management im Suse Manager: Alle Server lassen sich gleichzeitig auf den aktuellen Stand bringen.

Am CeBIT-Donnerstag stellen Suse/Novell das Produkt offiziell vor, ab diesem Zeitpunkt können Kunden, die die "Suse Linux Enterprise expanded Support"-Subskription für Red Hat besitzen, auf den Migrationshelfer von RHN oder Spacewalk hin zum Suse Manager zurückgreifen. Das Geschäftsmodell für SM soll dem von SLES gleichen, die Preise werden auf dem Niveau der Konkurrenz liegen, so Werner zum Linux-Magazin. Wer will, kann die Software auch als Appliance mit integrierter Oracle-Datenbank erwerben, zumal die Entwickler (auch bei Red Hat) derzeit noch fieberhaft an der vollständigen Integration einer vollständig freien PostgreSQL-DB arbeiten.

Für die Migration von Red Hat oder dem Original Spacewalk zum Suse Manager bringt letzterer ein eigenes Tool mit.

Für die Migration von Red Hat oder dem Original Spacewalk zum Suse Manager bringt letzterer ein eigenes Tool mit.

Spacewalk setzt auf Java, Perl (aus historischen Gründen) und Python und ermöglicht es Admins, ihre Server in Gruppen einzuteilen und diese gemeinsam zu verwalten. So lassen sich aus Images schnell mal viele Webserver aufsetzen, und diesen per Web-GUI gemeinsam Patches oder Konfigurationsänderungen zuweisen - inklusive Full Rollback. Der Suse Manager wird, wie Spacewalk, komplett GPLv2. Auch für die umfangreiche Java-Programmierung hatte Suse zuletzt eigens Know-how und Entwicklerpersonal an den Standorten Nürnberg und Prag aufgebaut. Spacewalk integriert zahlreiche Open-Source-Projekte, darunter das Konfigurationsmanagement Puppet, diverse Monitoring Tools oder auch Kickstart zur Installation der virtuellen Instanzen.

Monitoring im Suse Manager - geht auf Wunsch auch mit anderen Tools wie Nagios oder Zabbix.

Monitoring im Suse Manager - geht auf Wunsch auch mit anderen Tools wie Nagios oder Zabbix.