Canonical präsentiert Ubuntu Netbook Remix für Mini-Laptops
05.06.2008
Auf der Computex in Taiwan stellt Canonical, das Unternehmen hinter der freien Distribution Ubuntu, eine spezielle Version des Linux-Betriebssystems für ultra-mobile Laptops vor.
Die neue Variante namens Ubuntu Netbook Remix ist für so genannte Netbooks gedacht, eine preiswerte Laptop-Variante mit kleinen Monitoren, basierend auf Intels neuem Atom-Prozessor und insbesondere für den Interneteinsatz konzipiert. Besonderes Augenmerk hat Canonical bei der Ubuntu-Anpassung für das Netbook auf die entsprechenden Funktionalitäten gelegt. Auf auf Basis des Ubuntu-Standard-Desktop sollen Anwender vor allem die Funktionen Email, Instant Messaging, Internet-Surfen sowie Online-Zugang zu Fotos, Videos und Musik nutzen. Als neue Funktionalität bietet die Linux-Variante einen zusätzlichen Starter, genannt "Launcher", der den Bootvorgang beschleunigen soll. Damit verspricht Canonical den Anwendern einen besonders schnellen Start ins Internet und in die Lieblingsanwendungen. Eine ähnliche Linux-basierende Technologie namens Splashtop zum Systemschnellstart setzt der Hardware-Hersteller Asustek auf seinen Mainboards ein (wir berichteten).
Auch Canonical zielt auf den boomenden Markt der Mini-Laptops und bietet das Ubuntu Netbook Remix als OEM-Version an; Hardware-Hersteller sollen das System vorinstalliert auf ihren Mini-Laptops liefern. Für ein breites Angebot an Anwendungen arbeitet das Unternehmen mit weiteren Software-Anbieter zusammen, die ihre Programme für Ubuntu Netbook Remix zertifizieren sollen. Laut Auskunft des Herstellers gibt es derzeit Gespräche mit mehreren Hardware-Herstellern, die ihre Rechner im Lauf des Jahres 2008 mit der Laptop-Version ausliefern wollen.
Die Basistechnologie für Intels neue MID-Plattform entwickelt das Unternehmen gemeinsam mit Partnern im Open-Source-Projekt Moblin.org, an dem sich neben Canonical und Intel auch Unternehmen wie Wind River beteiligen (wir berichteten hier und hier). Der Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth erhofft sich durch die Mini-Laptops insgesamt mehr Marktanteile auf dem Desktop: "Viel mehr Menschen werden Linux zum ersten Mal mit diesen Geräten erleben, die mit Canonical arbeiten", sagt er. Selbstbewußt macht er Werbung für das Projekt: "Unsere Anwendungsoberfläche und die zusätzliche Software aus dem Moblin-Projekt sind der beste Weg um sicherzugehen, dass das Netbook-Erlebnis ein Erfolg wird."
Der erfolgsverwöhnte Ubuntu-Chef hat auf dem Markt der Mini-Laptops starke Konkurrenz: Das Betriebssystem der Wahl in dem preiswerten Segment ist bislang zwar Linux, aber wegen des großen Erfolgs des Eee-PC von Asus hat bislang die Distribution Xandros die Nase vorn. Einen weiteren Laptop-Wettbewerber mit Namen Aspire One stellte der taiwanesische Hersteller Acer gestern in München vor, das Betriebssystem der Wahl ist in diesem Fall die Linux-Variante Linpus.
(Britta Wülfing)
| Whitepaper |
|
Usage Landscape Enterprise Open Source Data Integration
Die Nachfrage nach Datenintegrationslösungen für Unternehmen ist zunehmend gestiegen und vor allem das Interesse an Open Source Technologien wird immer größer. Doch wie und von wem werden Open Source Datenintegrationslösungen genutzt und welches Nutzungsverhalten lässt sich daraus ableiten? Das vorliegende White Paper präsentiert die Erfahrungswerte von über 1000 Open Source Nutzern und liefert fundierte Antworten auf diese Fragen.
Download PDF (Registrierung erforderlich)
|
|
Daten Migration - Eine Publikation von Bloor Research
Datenmigrationsprojekte überschreiten häufig das Budget, neigen zu Verzögerung und werden unter Umständen komplett abgebrochen. Bloor Research ist eines der weltweit führenden IT-Forschungs-, Analyse- und Beratungsunternehmen und wird in dem vorliegenden White Paper die wichtigsten Aspekte dieser Problematik näher beleuchten. Ferner werden praktische Empfehlungen für erfolgreiche Migrationsprojekte gegeben, die Sie auf Ihr nächstes Projekt übertragen können.
Download PDF (Registrierung erforderlich)
|
|