Das gab Mono-Projektleiter Miguel de Icaza in seinem Blog bekannt. Nach Angaben des Entwicklers Marek Safar sind die meisten Features von C# 3.0 schon ab Mono-Version 1.2.6 enthalten. Den Rest wird es im kommenden Mono 2.0 geben. Dazu gehört Unterstützung für komplexe Ausdrücke in Microsofts Language Integrated Query (LINQ). Als Beispielprogramm ließ Safar einen Ray-Tracer, der nur aus einem einzigen umfangreichen LINQ-Ausdruck besteht, unter Mono laufen.

Mit Hilfe der Erweiterung Parallel Extensions for Mono soll die Lauftzeitumgebung zudem Rechner mit mehreren Prozessorkernen oder CPUs besser ausnutzen. An dieser Erweiterung arbeit derzeit der Student Jeremie Laval im Rahmen von Googles Förderprogramm Sommer of Code. Dank seiner Arbeit lässt sich beispielsweise die Kontrollstruktur "for" durch "Parallel.For" ersetzen, was die Durchgänge über die verfügbaren CPUs verteilt. Die Parallel-Verarbeitung lässt sich auch auf LINQ-Ausdrücke anwenden. Lavals Code steht im Subversion-Repository des Summer-of-Code-Projekts bereit.