Open Source im professionellen Einsatz

Blender 2.70 ist da

20.03.2014

Eine neue Version von Blender ist auf dem 3-D-Spielfeld gelandet. Sie verbessert Rendering von Cycles, das Motion Tracking und das User Interface. Nebenbei arbeiten die 3-D-Experten an einem abendfüllenden Film.

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Eine Renderengine von Blender heißt Cycles und bringt in Version 2.70 einen ersten Support für Volumengrafik mit, der Emission, Absorption und Zerstreuung einschließt. Damit lassen sich Effekte wie Feuer, Rauch, Nebel und Absorption in Glas darstellen. CPUs berechnen die Darstellung von Haaren und Texturen schneller.

Tracker lassen sich in der neuen Version gewichten, um die Spur besser zu verfolgen, wenn Gegenstände aus dem Kamerablickfeld verschwinden oder schwierig zu tracken sind. Die automatische Feature-Erkennung arbeitet besser, Plane Tracks lassen sich einfacher kontrollieren. Zugleich knöpfen sich die Entwickler die Oberfläche von Blender vor, um diese zu erneuern. In der Toolbar gibt es nun Tabs, um Werkzeuge in Kategorien zu unterteilen. Transformationswerkzeuge bringen einen Modus mit, in dem sie Python-Ausdrücke und Maßeinheiten akzeptieren.

Veränderte Toolbar in Blender 2.70.

Zu den weiteren Änderungen gehören Laplacesche Deformationswandler, die es ermöglichen, Meshes anzulegen, ohne die geometrischen Details einer Oberfläche zu zerstören, ein Wireframe Modifier verwandelt Meshes in Wireframes. Die Ankündigung nennt noch zahlreiche weitere Neuerungen, zum Download der neuen Version geht es hier entlang.

Zugleich haben das Blender Institute und die Blender Foundation vor kurzem angekündigt, am "Project Gooseberry" zu arbeiten, einem abendfüllenden Animationsfilm, der auf Blender und anderen freien Tools basieren soll. Mit einer Spendenkampagne wollen die 3-D-Enthusiasten 500 000 US-Dollar einsammeln, um ihre Arbeit zu finanzieren.

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