Open Source im professionellen Einsatz

Bitcoin Core 0.12 arbeitet effizienter

24.02.2016

Das Bitcoin-Protokoll liegt in einer neuen Version 0.12 vor. Die soll dank einiger Optimierungen effizienter arbeiten.

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ECDSA-Signaturen validiert Bitcoin 0.12 nicht mehr per Open SSL, sondern mit Hilfe der Bibliothek Libsecp256k1. Auf 64-Bit-Rechnern brauche der Prozess nun fünf Mal weniger Zeit. Die Bibliothek wurde intensiv getestet und validiert, im Nebeneffekt hängt die Libconsensus nicht mehr von Open SSL ab.

Beim Start eines Client aktualisiert der Client zunächst die Blockliste. Zugleich bietet er Informationen über historische Blöcke (älter als eine Woche) für andere Clients an, was die Upload-Bandbreite stark auslaste. Über den Parameter "-maxuploadtarget" lässt sich diese Auslastung nun reduzieren, indem der Client nach bestimmter Zeit keine "alten" Blöcke mehr schickt.

Kompatible Peers tauschen nun direkt die Header aus anstelle der Hashwerte, das reduziere die Roundtrips. Daneben haben die Entwickler die Größe des Memory Pool reduziert, weil Angreifer Clients abschießen konnten, indem sie viele niedrige Relay Fees schickten. Transaktionen, die nicht die minimale Relay Fee zahlen, verzögert das Protokoll.

Des Weiteren lassen sich Transaktionen im Memory Pool für Transaktionen ersetzen, und verteilt der Bitcoin-Daemon bei Bedarf zwecks Authentifizierung ein spezielles, zufällig erzeugtes Cookie. Das geschieht nach dem Vorbild der Tor-Cookies. Ebenfalls im Zusammenhang mit Tor steht die Möglichkeit, die Hidden Services zu nutzen. Nicht zuletzt verzeichnen Wallets nun auch negative Konfirmationen und entdecken Konflikte in der Blockchain.

Die neue Version lässt sich auf Bitcoin.org herunterladen , weitere Informationen zu den Neuerungen liefert ein Blogpost .

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