Mit etwas Verspätung gegenüber der ursprünglichen Roadmap erschien Mitte Mai die letzte Beta-Version von Open Suse 11.0 mit Kernel 2.6.25.3, KDE 4.0.4 und Gnome 2.22.
Folgende zentrale Pakete erfuhren Neuerungen gegenüber den Vorgängerversion: Cmake zählt 2.6, Evolution 2.22.1.1 und KDE-PIM ist auf 4.0.73 vorgerückt. Außerdem sind die neue Qt-Version 4.4 und der RC 1 von Wine 1.0 an Bord. Ein nettes Feature hielt schon mit Beta 2 Einzug in Open Suse, ist aber bis jetzt nur in der Mailingliste dokumentiert: Drückt der Anwender im Boot-Dialog die Taste F9, spricht Opensuse 11.0 die einzelnen Menüeinträge über den integrierten Lautsprecher vor.
Barrierefreiheit: Opensuse 11 liest das Menü vor.
Zu den störendsten Fehlern gehört, dass die Nvidia-Treiber sich nicht übersetzen lassen. Dafür gibt es auf den Mailinglisten einen Workaround. Der KDE-4-Loginmanager verweigert zudem manchmal den Login, da die Tastatur nicht aktiv ist. Besonders auf der Hut sein sollten Notebook-Nutzer. Durch einen Bug im Powermanagement takten sich die meisten Prozessoren nicht automatisch herunter, wenn sie nichts zu tun haben. Das kann bei mangelnder Lüfterleistung zu einer Überhitzung der CPU kommen und der Rechner schaltet sich unter Umständen automatisch aus.
Beta 3 ist die letzte Beta-Version von Opensuse 11.0. ISO- und Bittorrent-Dateien stehen auf der Projektseite zur Verfügung. Der erste Release-Kandidat erscheint am 29. Mai auf den FTP-Servern, der interne Goldmaster ist auf den 12. Juni angesetzt. Zum freien Download will ihn Novell am 19. Juni bereitstellen.
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