Die vor einigen Tagen öffentlich gewordene Phoronix-Benchmark-Suite (PTS) ist jetzt bereits auf v0.2 vorangeschritten. Diese Version bringt neue Tools mit, zum Beispiel einen L2-Cache- und RAM-Tester, verbessert das Error-Handling sowie die Usability, indem die Suite beispielsweise die Ergebnisse gleich per Button zum Upload vorschlägt. Eine erste Vorstellung des Sets ist auf der Schwester-Plattform von Linux-Magazin Online, der Linux-Community, nachzulesen.

Die Phoronix-Test-Suite nimmt Darstellung, Speicherperformance und Verarbeitungsgeschwindigkeit unter die Lupe. Zukünftig soll es auch eine Live-Version geben.

Die Phoronix-Test-Suite nimmt Darstellung, Speicherperformance und Verarbeitungsgeschwindigkeit unter die Lupe. Zukünftig soll es auch eine Live-Version geben.

In ihrer zweiten PTS-Meldung korrigieren die Benchmarker ihre Roadmap und erläutern ihre etwas eigenwillige Versionierung. Als erste stabile Version der PTS haben sie die Version 0.4 vorgesehen, die für Produktivumgebungen gedacht ist und Ende dieses Monats erscheinen soll. Um Juni herum soll es dann die Version 1.0 geben, die sich durch vollen Funktionsumfang auszeichnet. Dazu gehören eine vollständige GUI sowie zum Beispiel die Möglichkeit eines ausführlichen System-Logs, oder von der PTS ausgegebene System-Tuning-Tipps anhand der vorliegenden Hard- und Software des Benutzers. Ab der Version 1.0 wollen die Tester von Phoronix die Suite dann auch durchgängig für ihre eigenen Tests verwenden. Sie stellen schließlich bereits eine Live-Version in Aussicht, die "einige" der freien Tests enthalten soll.

Zur Suite gehören neben der eigentlichen Benchmark-Software zum Beispiel auch das Rendering-Tool PTS Grapher Utility, das Phoronix für die eigenen Benchmarks entwickelte. Dargestellt werden die Benchmark-Ergebnisse in anschaulichen Grafiken. Außerdem bindet die Suite die Online-Plattform PTS Global ein. Hier kann jeder Benchmarker seine Ergebnisse hochladen und anderer Leute Ergebnisse ansehen. Eine Suchfunktion ist noch in Planung.

Als Motivation für die Arbeit an PTS erläutern die Entwickler ihre Erfahrungen mit Hardware-Anbietern. Diese würden Linux mehr nutzen, wenn es entsprechende Tools zur Qualitätskontrolle unter Linux gäbe, schreiben die Phorinixer in ihrer Mitteilung. Mit der PTS wollen sie diesem Bedürfnis nun nachkommen. Es gibt ein Forum, Mailinglisten sind noch nicht eingerichtet.

Sowohl Roadmap als auch detailliertes Changelog sind auf der Projektwebseite zu finden. Die Lizenz der Hardwaretest-Sammlung ist GPLv3. Die Suite ist sowohl für private Anwender als auch für interne Performance-Tests in Firmen gedacht. Die aktuelle Version steht als gezipptes tar-Archiv zum Download zur Vefügung, auf derselben Seite gibt es ein Snapshot-tar-Archiv.