Benchmark-Ergebnisse auf Apple-Hardware liegen vor
Phoronix Media, eine amerikanische Internetmedien-Firma, die sich auf Berichterstattung über Hardware und Software für Linux-Gamer und -Enthusiasten spezialisiert hat, hat Ende letzter Woche die hauseigene Benchmarksuite auf einem Apple Mac Mini und einen Macbook Pro losgelassen. Auf beiden Geräten wetteiferten Mac OS X 10.7.4 und 10.8 sowie Ubuntu 12.04 LTS und 12.10.
Später schob Phoronix, die auch hinter dem Portal Openbenchmarking.org steht, auf dem Macbook noch Fedora 17 (Kernel 3.5, Gnome Shell 3.4.1) nach.
Die zahlreichen Ergebnisse des Cross-Plattform-Tests ergeben kein einheitliches Bild: Die Linux-Systeme schlagen sich bei rechenintensiven Aufgaben wie RSA-Berechnungen deutlich besser als Mac OS, bei fast allem, wo es auf Grafikperformance ankommt, beispielsweise Spiele, hat Apples Software die Nase vorn. Die Tester vermuten den Open-GL-Stack von Linux als Flaschenhals.
Während die Geschwindigkeitmessung auf Apple-Hardware keine Sieger und Besiegte hervorbringt, kam ein anschließend auf dem Mac-Notebook durchgeführter Stromverbrauchstest zu sehr eindeutigen Ergebnissen: Im Idle-Zustand zog Mac OS rund 9 Watt, Ubuntu 21 und Fedora 22 Watt. Unter mit dem Multi-threaded-Test C-Ray erzeugter Last verbrauchte Mac OS etwa 46 Watt, Ubuntu 61 Watt und das neueste Fedora 58 Watt. In dieser Disziplin zeigt Apple auf eigener Hardware Stärke -- hoffentlich nicht auf ewig.





