Open Source im professionellen Einsatz

Ausblick auf Linux Mint 18.3

07.09.2017

Die Entwickler der Distribution Linux Mint haben einen weiteren Ausblick auf die geplanten Neuerungen in der nächsten Version 18.3 gegeben. Unter anderem dürfen sich Anwender über ein komplett neu geschriebenes Backup-Werkzeug freuen.

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Dieses verlangt jetzt nicht mehr nach dem Root-Passwort, sondern läuft unter dem Konto des Anwenders. Letztgenannter muss zudem nicht mehr erst umständlich mehrere Optionen durchgehen. Das neue Backup-Tool erstellt stattdessen mit wenigen Mausklicks einfach ein komplettes Backup des Heimatverzeichnisses in einem TAR-Archiv. Die Wiederherstellung der Daten verläuft ähnlich einfach. Die Dateien schreibt das Backup-Programm dabei mit ihren ursprünglichen Rechten und Zeitstempeln zurück.

Bei der Erstellung und der Wiederherstellung des Backups können Anwender einzelne Verzeichnisse per Mausklick ausschließen. Standardmäßig sichert das Backup-Tool nicht die direkt im Heimatverzeichnis lagernden versteckten (beziehungsweise mit einem Punkt beginnenden) Unterverzeichnisse und Dateien. Diese können Nutzer jedoch explizit ins Backup einschließen.

Wie schon die Vorversion erstellt das Backup Tool auf Wunsch eine Liste mit der aktuell installierten Software. Aus ihr kann dann das Backup Tool später im Fall der Fälle die Softwareauswahl in einem Rutsch wieder herstellen beziehungsweise einspielen. In seiner neuen Version überschwemmt das Tool den Anwender jedoch nicht mehr mit unzähligen Paketen, sondern zeigt nur noch die über den Software Manager installierten Pakete an.

Unter KDE Plasma und in Windows können Programme einen Fortschrittsbalken auch in ihrem Symbol auf der Taskleiste anzeigen. Auf diese Weise können Anwender andere Programme starten und dabei gleichzeitig den Fortschritt im Blick behalten. Ab Linux Mint 18.3 kann auch Cinnamon in den Symbolen auf der Taskleiste einen Fortschrittsbalken einblenden. Dies müssen die entsprechenden Anwendungen jedoch explizit unterstützen. In Linux Mint 18.3 gehören dazu der Dateimanager Nemo, das Backup-Tool, der Software Manager, der Driver Manager, das Werkzeug zum Formatieren eines USB-Sticks und der USB Image Writer. Die Linux-Mint-Entwickler arbeiten zudem an einer Umsetzung im Mate-Desktop.

Abschließend kann das Netzwerk-Applet unter Cinnamon jetzt erneut nach WLAN-Netzwerken suchen. In Linux Mint 18.3 sollen der Upload Manager und der Domain Blocker nicht mehr standardmäßig installiert werden. Die Tools lassen sich jedoch aus den Repositories nachholen.

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