Open Source im professionellen Einsatz

Apache denkt über Ende von Openoffice nach

02.09.2016

Der Vorsitzende des Openoffice  Project Management Committee (PMC), Dennis Hamilton, hat die Diskussion über ein mögliches Aus für Openoffice angestoßen.

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Dennis Hamilton fasst in einer Mail zusammen, wie ein behutsamer Ausstieg aus der Openoffice-Entwicklung aussehen könnte. Dabei berücksichtigt sind der Umgang mit der Code-Basis, Support und andere nötigen Schritte. Hamilton leitet seine Mail mit der ernüchternden Erkenntnis ein, dass dem Openoffice-Projekt die Manpower fehle, um eine gesunde Entwicklung zu gewährleisten. Auch die Koordination des halben Dutzend Entwickler, die das Projekt aufrecht erhalte, lasse zu wünschen übrig.

Hamilton sieht das Projekt in Fragen der Sicherheit und der Qualität gefährlich nahe an der roten Linie, die die Apache Foundation für die Aufrechterhaltung eines Projekts zieht. In Sicherheitsfragen, wie zuletzt bei dem Hotifix (wir berichteten), sieht Hamilton das Projekt in ernsten Schwierigkeiten. Er berichtet zudem, dass die Apache Software Foundation Druck ausübt und regelmäßige Berichte von ihm einfordert.

Es sei nicht sein Ziel, das Projekt sterben zu lassen, auch wenn der Start dieser Diskussion auf manchen wie ein Indiz dafür wirke. Es gäbe keinen guten Zeitpunkt, um über einen sauberen Ausstieg nachzudenken, allerdings fürchte er, dass das Projekt ohne strategische Planung demnächst mit einem Paukenschlag untergehe.

Openoffice hat seit der Abspaltung von Libreoffice beständig an Boden verloren. Während Libreoffice von einer regelmäßigen Release-Politik lebt, ist Openoffice mit seinen Veröffentlichungen stark im Hintertreffen.  

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