Open Source im professionellen Einsatz

Apache Maven wird 3.0

11.10.2010

Maven, ein freies Projektmanagement- und Build-Tool für Java, hat nach fünf Jahren die dritte Major-Release erreicht.

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Zu den Neuerungen zählt die Möglichkeit, dass Maven-Plugins ihre Komponenten auch anderen Plugins zur Verfügung stellen können, ohne dass sie Teil des Maven-Kerns sein müssen. Schon in frühen Betas wanderte die Bibliothek Aether, die den Umgang mit Maven-Repositories vereinheitlicht, in den Software-Projektmanager. Außerdem stellt das Projekt von dem langgedienten Plexus-Container auf das Dependency-Injection-Entwurfsmuster Guice um: "Plexus is dead, the new king is called Guice", heißt es trocken im entsprechenden Issue-Report. Schließlich befindet sich ein neues Konfigurations-API an Bord.

Die Release-Notes ziehen sich über mehrere Beta- und Alphaversionen hinweg. Sie listen mehrheitlich Fehlerbehebungen auf und enthalten relativ wenige Neuerungen für die Werdezeit der Version 3.0: Maven 3.0 ist die erste Major-Release seit fünf Jahren, die 2.x-Serie von Maven gibt es bereits seit 2005.

Obwohl die neue Version auf Abwärtskompatibilität ausgerichtet ist, gibt es vereinzelt Probleme. So wird das Site-Plugin aus der Version 2.x nicht mehr mit Maven 3 funktionieren, weil der Programmtext des Content-Generator-Tools Doxia aus dem Maven-Kern entfernt wurde. Das hat den Zweck, dass sich nun auch andere Reporting- und Analyse-Tools mit Maven verwenden lassen, erklären die Compatibility Notes.

Maven steht unter der Apache Lizenz 2.0 in Binär- und Quellversion zum Download bereit. Weitere Hintergrundinformationen zu den Neuerungen enthalten zwei Blogeinträge des Maven-Gründers Jason van Zyl: Der eine behandelt den Wechsel von Plexus zu Guice, ein weiterer erklärt Aether.

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