Ursprünglich von Red Hat entwickelt, später dann unter das Dach der Apache Foundation gestellt, soll Delta Cloud mit Hilfe verschiedender Backends den Vendor-Lock-In in der Cloud aushebeln. Vor wenigen Tagen erschien dazu die erste Major Version des seit 2009 betriebenen Projektes. Apaches Deltacloud unterstützt dem Blogpost zufolge neben einem eigenen API auch den Cloud Infrastructure Management Interface Standard der Distributed Management Task Force DMTF sowie Amazons EC2. Darüber hinaus existieren Treiber für andere Plattformen wie Open Nebula, Rackspace, RHEV und VMware.

David Lutterkort, Vizepräsident der Apache Foundation, erklärt dazu in dem Announcement, die Software sei mittlerweile so ausgereift, dass die symbolträchtige Version 1.0 der richtige Schritt gewesen sei: "Deltacloud erlaubt es jetzt, Amazons EC2-API zur Verwaltung einer VMWare vSphere oder mit Open Stack zu verwenden. Und anders herum können Clients auch das CIMI API [der DMTF] mit Amazons Web Services nutzen."

Red Hat hatte Delta Cloud mit dem Ziel initiiert, ein einheitliches REST-API zu schaffen, mit dem sich beliebige Cloud-Dienste verwalten ließen, eine Art zusätzlicher Abstraktionslayer über verschiedene Cloud- und Virtualisierungslösungen im Backend. Damit ließen sich dann beispielsweise Images ohne großen Aufwand aus dem Cloud-Angebot von Hersteller A zu Hersteller B migrieren, wenn dem Kunden das Angebot nicht mehr zusagt.