Open Source im professionellen Einsatz

Android in a Box vorgestellt

13.04.2017

Der Entwickler Simon Fels hat nach über eineinhalb Jahren Arbeit seine Software Anbox vorgestellt. Mit ihrer Hilfe starten Android-Apps unter einem normalen Linux-System. Den Quellcode seiner Software hat er komplett offengelegt.

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Nach Angaben des Entwicklers sollen sich die Android-Apps bereits recht gut in die Desktop-Umgebung einfügen. Simon Fels weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass sich seine Software noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet (Pre-Alpha) und mit Abstürzen zu rechnen ist. Den aktuellen Stand veranschaulicht ein Video auf Youtube. Wer Anbox ausprobieren möchte, kann das System unter Ubuntu schnell mit einem fertigen Snap-Paket installieren. Die entsprechenden Schritte sind auf Github erklärt. Ubuntu ist zudem derzeit die einzige von Anbox unterstützte Distribution.

Anbox sperrt Android in einen LXC-Container. Die Software verbietet zudem allen Apps den Zugriff auf die echte Hardware und die Benutzerdaten. Die Verbindung mit dem Hostsystem erfolgt über Pipes. Um die Grafikausgabe via OpenGL ES zu unterstützen, verwendet Anbox entsprechenden Code aus dem Android-Emulator. Als Grundlage dient derzeit Android 7.1.1.

Der Quellcode von Anbox steht unter der GPLv3, einige Teile zudem unter der Apache-2.0-Lizenz. Interessanten finden ihn auf Github.

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