Dass Android nicht das Sicherheitsniveau von Linux erbt, bestätigt die Untersuchung von Experten des Antiviren-Software-Herstellers Kaspersky Lab. Zwischen Juli und September diesen Jahres gingen den Russen mehr als 9000 neue Malware-Modifikationen für Android ins Netz - 3500 mehr als im ersten Quartal 2012 und 5000 weniger als im zweiten. Bei Malware-Entwicklern besonders beliebt scheinen Android 2.3.6 (Gingerbread) mit 28 Prozent aller Angriffsversuche und Version 4.0.4 (Ice Cream Sandwich), die zu 22 Prozent Ziel von Attacken war.

57 Prozent aller Schadprogramme gehören zur Gruppe der SMS-Trojaner, die im Hintergrund Kurznachrichten an kostenpflichtige Nummern schickt..Auf Platz 2 rangieren mobile Trojaner, die sensible Daten abgreifen oder nach dem Einnisten von Steuerungsservern Befehle erteilt bekommen. 38 Prozent aller im dritten Quartal aktiven Schädlinge gehören zur Op-Fake-Familie, die als vermeintliche Opera-Mini-Browser tarnen. Jede fünfte Android-Malware ist Teil der so genannten Plangton-Familie, die Fake-Inst-Familie erklimmt den dritten Platz 3. Der Verbreitungsweg der mobilen Plagen beginnt in gewöhnlich in alternativen App-Stores.