Open Source im professionellen Einsatz

Amazon hält an Drohnenlieferung fest

30.11.2015

Amazon hat ein neues Videos zur hauseigenen Lieferdrohne veröffentlicht und hält offenbar an dem Konzept fest. Der leicht selbstironisch wirkende Clip zeigt, wie sich Amazon die Lieferung per Drohne künftig vorstellt.

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Den neuen Clip gibt es auf Youtube, Amazon stellt aber seine Fortschritte in der Entwicklung der Drohne auch auf einer eigenen Webseite dar. Moderiert wird die Geschichte von dem umstrittenen Ex-BBC-Moderator Jeremy Clarkson, der nun für Amazon arbeitet. Clarkson hatte bei der BBC die Autosendung "Top Gear" moderiert.

In der Geschichte liefert Amazon einen Schuh aus, was weniger als 30 Minuten dauere. Das setzt allerdings voraus, dass sich eine Filiale des Konzerns in der Nähe der Lieferadresse befindet. Nach der Bestellung wandern die Pakete, die bis zu 2,3 Kilo schwer sein dürfen per Fließband direkt zur wartenden Drohne, die dann vertikal in eine Höhe von etwa 120 Meter steige und das Ziel mit mehr als 80 km/h ansteuere.

Es soll nach Vorstellung von Amazon verschiedene Drohnen für verschiedene Umgebungen geben. Die in dem Clip gezeigte fliege bis zu 24 Kilometer weit und erkenne Hindernisse am Boden und in der Luft. Die Drohne soll dann auf einem speziell markierten Bereich am Ziel landen, das Paket ablegen und den Rückflug antreten.

Amazon darf seine Drohnenauslieferung offiziell erst starten, wenn die Firma für die Sicherheit der Fluggeräte garantieren kann. Dabei soll ein mehrfach redundant ausgelegtes System helfen. In Deutschland bräuchte der Konzern zudem eine Gesetzesänderung: Hier dürfen Drohnen nur im Sichtbereich ihres Piloten fliegen, was autonome Drohnen ausschließt und brauchen zudem eine Aufstiegsgenehmigung von den Luftfahrtbehörden.

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