Open Source im professionellen Einsatz

Amarok 2 spielt für KDE 4 auf

11.12.2008

Vor zwei Jahren machten sich die Entwickler des beliebten KDE Audioplayers Amarok an die Arbeit. Jetzt ist die Version 2 des musikalischen Multitalents erschienen.

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Mit Version 2 liefert das Amarok-Projekt nicht nur ein Update der eigenen Software, sondern es schrieb diese neu. Als Grund nennen die Entwickler in ihrer Ankündigung, dass es zunehmend schwierig wurde, mit dem alten Framework zu arbeiten, da sich Amarok ständig und in ungeahnte Richtungen entwickelte.

Amarok 2 nutzt nun mit Solid, Phonon und Plasma nicht nur die neuen Komponenten von KDE 4, auch das Scripting-API und die Integration von Plugins funktionieren besser. Über das neue Dienste-Framework lassen sich unter anderem Web-Services von GetHotNewStuff und Kde-apps.org integrieren.

Die frisch konzipierte GUI sieht nicht nur besser aus, sondern bietet ganz neue Möglichkeiten: So bestimmen die Anwender selbst, wie die Kontext-Ansicht in der Mitte aussieht und welche Informationen zu den Songs dort erscheinen. Noch stärker als bisher integrieren die Entwickler des freien Musikplayers Dienste aus dem Internet, darunter Magnatune, Jamendo, Mp3tunes, Last.fm, Shoutcast und Ampache.

Amarok 2 in Aktion.

Die parteiischen Playlists ("biased playlists") basieren auf den bisherigen dynamischen Playlists. Der Anwender arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten und kann bei der Auswahl der Songs verschiedene Kriterien zugrunde legen. So lässt sich etwa der Vorschlagsmodus als parteiische Playlist einsetzen und dynamisch anpassen. Auch unkonkrete Vorschläge wie "wurde lange nicht gespielt", "Songs um 1976 herum" lassen sich als Playlist definieren.

Es gibt jedoch auch Einschränkungen: Amarok 2 beherrscht noch nicht alle Features von Amarok 1.4 − aus verschiedenen Gründen. Filter und Warteschlangen für die Playlist kehren erst in einer der nächsten Versionen zurück. Visualisierung und die Unterstützung für portable Mediaplayer kommen erst, wenn KDE 4 diese Features gut unterstützt. Aus Gründen des Aufwands bieten die Macher nur noch MySQL als Datenbank an.

Für Mac OS X und Windows gibt es bisher nur eine Beta-Version von Amarok 2 − KDE 4 ist auf diesen Plattformen noch nicht soweit. Auf der Download-Seite findet man Amarok 2 für verschiedene Linux-Distributionen, darunter Debian, Opensuse, Fedora und Kubuntu.

Musik im Blick.

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