Open Source im professionellen Einsatz

Alle wollen ERP, nur nicht in der Cloud

17.03.2017

Die meisten Unternehmen wollen Einkauf, Buchhaltung oder auch die Produktionssteuerung digital abwickeln. Aber nur jedes fünfte denkt dabei an eine Public-Cloud-Lösung.

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In vielen Betrieben übernimmt die zentrale Steuerung übernimmt ein Enterprise Resource Planning (ERP) System. Anbieter von ERP-Lösungen blicken daher optimistisch in das neue Geschäftsjahr. Neun von zehn ERP-Unternehmen (87 Prozent) rechnen für das Gesamtjahr 2017 mit steigenden Umsätzen. Weitere 6 Prozent gehen von stabilen Einnahmen aus. Nur 7 Prozent erwarten einen Umsatzrückgang. Das zeigt das 6. ERP-Barometer des Digitalverbands Bitkom. Insgesamt erreicht der ERP-Branchenindex 72 Punkte. Die guten Geschäftsprognosen wirken sich auch auf den Arbeitsmarkt aus: Drei Viertel der ERP-Anbieter (76 Prozent) planen im laufenden Jahr, zusätzliche Mitarbeiter einzustellen. Gleichzeitig empfinden 64 Prozent den Mangel an Fachkräften als Hemmnis für ihre Geschäftstätigkeit.

Laut Umfrage sind aktuell vor allem On-Premise-Lösungen gefragt, die es Unternehmen erlauben, Software im firmeninternen Rechenzentrum selbst zu betreiben. Drei von fünf ERP-Unternehmen (59 Prozent) berichten trotz des Trends zum Cloud Computing von einer starken Nachfrage ihrer Kunden nach solchen Lösungen. Gefragt sind auch Hosting- oder Infrastructure as a Service-Lösungen. Mehr als ein Drittel (36 Prozent) der ERP-Anbieter verzeichnet eine starke Nachfrage nach Produkten dieser Art. Private Cloud- oder Software as a Service-Lösungen (SaaS) werden bei jedem dritten Unternehmen (32 Prozent) stark nachgefragt, Public-Cloud-Lösungen dagegen nur bei jedem Fünften (19 Prozent).

ERP

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