Alan Cox verlässt die Kernelentwicklung
Der britische Kernelentwickler Alan Cox zieht sich von der Arbeit am Linux-Kernel zurück und verlässt seinen Arbeitgeber Intel.
In einem Blogeintrag gibt er dafür familiäre Gründe an. Auch wenn er Linus Torvalds in der Vergangenheit gelegentlich beschimpft habe, habe der Kernelchef nichts mit seiner Entscheidung zu tun, schreibt er dort. Auch mit Intel habe er sich nicht überworfen, der Job habe ihm Spaß gemacht. Daneben versichert er Greg-Kroah-Hartman, dem Maintainer der stabilen Linux-Kernel, er werde seine derzeitige Arbeit an der virtuellen Mobil-Architektur Goldfish beenden und sich nicht einfach aus dem Staub machen.
Cox verlässt die Kernel-Community nach vielen Jahren entscheidender Arbeit. Der Entwickler war Betreuer der Version 2.2 und pflegte Subsysteme. In Diskussionen auf der Kernel-Mailingliste meldete sich der bärtige Programmierer unverblümt mit klaren Positionen zu Wort. 2003 verlieh ihm die Free Software Foundation ihren Award for the Advancement of Free Software, 2005 erhielt er den Lifetime Achievement Award der Linux World.





