Der verwendete Kernel (Version 2.6.24.7) ist im Vergleich zu Vorgängerversion rund ein Drittel kleiner, das Basissystem schrumpfte sogar auf die Hälfte. Damit verfolgt der Hersteller die Strategie weiter, die auch Ubuntu und Suse mit Betriebssystem-Varianten unter dem Schlagwort "Just enough Operating System (JeOS)" betreiben: Die Linux-Distribution wird zum Grundstock, auf dessen Basis Software-Hersteller lauffähige Live- oder Appliance-Versionen ihrer Anwendungen vertreiben können. Auf RPath-Basis sind beispielsweise Sugar CRM,, das CMS Joomla und die Mediawiki-Software als Appliances erhältlich.

Zur Paketverwaltung setzt RPath die Eigenentwicklung Conary ein, als Bootloader kommt Syslinux zum Einsatz. Beim Systemstart ist ein grafischer Boot-Splash angezeigt, der sich leicht an die eigenen Wünsche anpassen lassen soll. Interessierte Software-Hersteller können Ihre Appliances auch über den Online-Dienst RBuilder bauen lassen.

Die Images der aktuellen RPath-Version 2 stehen ebenfalls im RBuilder-System zum Download bereit. Dort finden sich virtuelle System-Images im VMware-Format sowie installierbare ISO-Dateien.