Zahlreiche Performance-Verbesserungen unter Linux brachte im Oktober die Version 310.x der NVIDIA-Grafiktreiber. Jetzt zog AMD nach: Vor allem die letzte Woche vorgestellte Beta der Closed-Source-Treiber solle in Verbindung mit Valves Steam-Spieleplattform "erhebliche Performance-Vorteile" bringen, aber auch auf "normalen" Linux-Desktops schneller laufen.

Das wollte Phoronix-Tester Michael Larabel genauer wissen und testete kurzerhand die drei Radeon-Karten der 5er, 6er und 7er Serie mit verschiedenen Open-GL-Workloads. Unter Ubuntu 12.10 lief beispielsweise der Ego-Shooter Doom mit den neuen (Beta-)Treibern auf allen drei Grafikkarten sogar langsamer als mit den vorherigen Treibern. Pauschal ließe sich der Eindruck allerdings nicht festigen: Nexuiz, Padman und Open Arena liefen gleich schnell, die Spiele Prey und Unigine Heaven (wie auch andere Unigine-Produkte) kooperierten gar nicht mit der neuen Software. Die Ergebnisse seien zwar sehr etwas heterogen, doch nirgends hatte der neue Treiber die Nase vorn, schreibt Larabel: "Es sieht so aus, als hätte AMD noch einige Arbeit vor sich."

Update: In einer früheren Version dieser News hieß es, die Nvidia-Treiber selbst enttäuschten in den Tests. Diesen Fehler hat die Redaktion korrigiert. Vielen Dank für die Hinweise!