Open Source im professionellen Einsatz

2017 nutzt Google 100 Prozent Ökostrom

07.12.2016

Ab 2017 will das Unternehmen seinen gesamten Energiebedarf aus erneuerbaren Energien bestreiten. Das sei auch ökonomisch sinnvoll, und helfe Google, die eigene CO2-Bilanz auf Null zu reduzieren.

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Zwar habe man in den vergangenen Jahren den Energiebedarf der Rechenzentren um die Hälfte gesenkt, schreibt das Unternehmen in der Ankündigung, dennoch sei der Bedarf beträchtlich. In Iowa bezog Google erstmals 2010 114 Megawatt Strom von einer Windfarm, heute ist es mit einem Verbrauch von 2,6 Gigawatt der weltweit größte Ökostrom-Bezieher im Unternehmensbereich. Das Unternehmen hat zudem mit fünf Ländern Vereinbarungen zur Umsetzung von Projekten für erneuerbare Energie in Höhe von 3,5 Milliarden US-Dollar getroffen.

2017 will Google 100 Prozent seines Energiebedarfs mit Ökostrom und RECs abdecken, das sind Zertifikate für erneuerbare Energien. Der Schritt sei auch ökonomisch sinnvoll: In den letzten sechs Jahren ist der Preis für Wind- und Solarenergie um 60 beziehungsweise 80 Prozent gefallen, schreibt Urs Hölzle, der für die technische Infrastruktur verantwortlich zeichnet. Erneuerbare Energien werden zunehmend zu einer Kostenoption, langfristige Verträge fangen Preisschwankungen für Energie auf.

Allerdings setzt Google bislang fast nur auf Windenergie, das wolle man künftig ändern und die Bezugsquellen diversifizieren, weil der Wind nicht 24 Stunden am Tag gehe. Zudem plane man, die Versorgung mit Ökostrom in den einzelnen Regionen lokal zu bestreiten. Aktuell kaufe Google Ökostrom hauptsächlich im Zentrum der USA und in Nordeuropa, um den Energiebedarf an anderen Orten auszugleichen, die kaum erneuerbare Energien anbieten.

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