Der über sechs Jahre laufende Vertrag mit einem Volumen von 189 Millionen Euro, so die FSFE, beinhalte größtenteils proprietäre Software und zugehörige Dienstleistungen. Die Entscheidung stehe im krassen Gegensatz zu den selbstauferlegten Regeln und Richtlinien, dass im öffentliche Sektor Produkte und Services eingesetzt werden sollen, die offen und interoperabel sind.

Als schlechte Entscheidung für Europa kritisiert FSFE-Präsident Karsten Gerloff den Handel. Anstatt die Vorteile von freier Software zu nutzen, begebe sich die Kommission in tiefe Abhängigkeiten von Herstellern, befindet die FSFE. Mit dem Verstoß gegen die selbst aufgestellten Richtlinien, etwa denjenigen der Digital Agenda, mache sich die EU-Kommission unglaubwürdig, urteilt Gerloff.