© Gina Sanders, Fotolia
Opsview-Monitoring eines KVM-Servers im Clusterbetrieb
Pulsmesser
von Thilo Uttendorfer, Valentin Höbel, Markus Feilner
Erschienen im Linux-Magazin
2011/12
Gerade im Notfall will der Admin schnell informiert sein, wenn ein System in der privaten Wolke streikt. Weder Monitoring- noch Hochverfügbarkeits-Konfiguration müssen dabei kompliziert sein, auch ein einfaches Setup mit KVM, Pacemaker, DRBD und Opsview hilft in den meisten Fällen.
Seit der Release 2.6.20 des Linux-Kernels im Februar 2007 ist die Kernel-based Virtual Machine KVM ([1], [2]) auf dem besten Weg, andere Virtualisierungslösungen in vielen Bereichen vom Markt zu verdrängen. Nicht selten dient KVM auch als Grundlage für einen Virtualisierungscluster, der mehrere Gäste in einer hochverfügbaren Umgebung betreibt – dank Open-Source-Tools wie Heartbeat [3] und Pacemaker [4].
Nur wenig Monitoring
Dennoch sehen immer noch viele Systemverwalter bei Clustern keine Notwendigkeit, die Hosts und virtuellen Gäste zu monitoren. Heartbeat und Pacemaker bieten eingebaute Alerting-Funktionen. Vielen Admins reicht es, per E-Mail über den neuen Status des Clusters informiert zu werden. Doch mit einem einheitlichen, zentralen Monitoring, das auch die virtuellen Gastsysteme einer privaten Wolke einbindet, erhält der Admin eine nicht zu unterschätzende Notfallzentrale, in der er alle Systeme auf einen Blick überwachen und im Ernstfall sofort eingreifen kann.
Doch noch vor dem Monitoring stehen grundsätzliche Überlegungen zum Cluster-Setup: Eine simple Kombination aus Heartbeat und Pacemaker mit der Virtualisierung KVM sowie Logical Volumes und DRBD [5] kann vielleicht nicht mit dem Funktionsumfang von VMware mithalten, dafür muss der Admin aber auch nicht so tief in die Tasche greifen (Abbildung 1). Mit wenig Aufwand erhält er ein System, in dem immer eine virtuelle Instanz verfügbar ist.
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