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Pen-Testing und PDFs manipulieren mit Metasploit
Hacken im Freien
von Hans-Peter Merkel, Markus Feilner
Erschienen im Linux-Magazin
2010/08
Vom Metasploit-Framework gibt es seit Mai einen besonders verwundbar konfigurierten Server namens Metasploitable. Mit dem hochgerüsteten Metasploit-Client lernen sicherheitsbewusste Admins, wie Angreifer Bruteforce-Attacken ausführen oder Backdoors in PDFs einbauen.
Ständig neue Exploits, Payloads und Angriffsvektoren: Die Metasploit-Community ist definitiv eines der aktivsten Open-Source-Projekte. In der neuesten Version finden sich auch Module für Bruteforce-Angriffe auf SSH, MySQL und Telnet sowie die Möglichkeit, in Adobes PDFs Exe-Dateien unterzubringen, die Windows insgeheim im Hintergrund ausführt. Dies ist umso gefährlicher, als der Hersteller des Readers sein Produkt immer noch nicht gepatcht hat und alle Versionen bis zur aktuellen 9.3 betroffen sind. Das Framework [1] entwickelt sich so zum Standard aller sicherheitsbewussten IT-Security-Spezialisten und Admins, die sicherstellen müssen, dass ihr Virenschutz derartige Trojaner rechtzeitig erkennt.
Richtig unsicher
Zu dem aufgerüsteten Client gesellt sich auf der DELUG-DVD mit Metasploitable [2] ein virtueller Ubuntu-Server als VMware-Image. Diese Maschine ist löchrig wie ein Schweizer Käse und dient als perfektes Testobjekt für Admins, die später ihre eigenen, vermeintlich sicheren Server unter die Lupe nehmen, sich aber zunächst ohne Risiko mit dem Pen-Testing-Tool vertraut machen wollen.
So hat auch der Metasploitable-Server mit seinen absichtlich unsicher konfigurierten Diensten und den eingebauten Sicherheitslücken das Zeug zum idealen Testobjekt für jede IT-Sicherheitsschulung. Mit dem bootfähigen Client-Image (auf der DELUG-DVD auch für USB-Sticks) kann der Admin direkt loslegen.
SVN-Update
Wer jedoch eine selbst installierte Version bevorzugt, sollte vor den ersten Tests an Metasploitable das eigentliche Framework des Clients auf Version 3.4 aktualisieren. Das ist früher oder später auch bei den Images der DVD notwendig und mit einem simplen »svn update« im Projektverzeichnis erledigt.
Vor dem Start von Metasploitable sollte der Tester noch die MAC-Adresse notieren, damit er den verwundbaren Server schneller findet. Der Befehl »nmap -sP Netzwerk« zeigt dann schnell die zugehörige IP-Adresse, im folgenden Beispiel »192.168.0.189«. Als Nächstes ermittelt Nmap offene Ports:
# nmap 192.168.0.189
Starting Nmap 5.00 ( http://nmap.org ) at
2010-06-12 11:52 CEST
Interesting ports on 192.168.0.189:
Not shown: 988 closed ports
PORT STATE SERVICE
21/tcp open ftp
22/tcp open ssh
23/tcp open telnet
25/tcp open smtp
53/tcp open domain
80/tcp open http
139/tcp open netbios-ssn
445/tcp open microsoft-ds
3306/tcp open mysql
5432/tcp open postgresql
8009/tcp open ajp13
8180/tcp open unknown
MAC Address: 08:00:27:80:7A:46 (Cadmus
Computer Systems)
Hier sieht der Admin viele Ports, die er für die ersten Bruteforce-Attacken nutzen kann. In Metasploit sucht er dazu geeignete Exploits (Listing 1).
01 ./msfconsole
02 search login
03 (...)
04 scanner/ftp/ftp_login normal FTP Authentication Scanner
05 scanner/mysql/mysql_login normal MySQL Login Utility
06 scanner/postgres/postgres_login normal PostgreSQL Login Utility
07 (...)
08 scanner/smb/smb_login normal SMB Login Check Scanner
09 scanner/ssh/ssh_login normal SSH Login Check Scanner
10 scanner/ssh/ssh_login_pubkey normal SSH Public Key Login Scanner
11 scanner/telnet/telnet_login normal Telnet Login Check Scanner
12 (...)
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